Funk auf Luftschiffen


Die Anfänge der Luftschiffahrt

Die Anfänge der LuftschiffahrtzoomGraf Zeppelin wollte schon sein erstes Luftschiff im Jahr 1900 mit einer Funkanlage ausrüsten. Der entsprechende Antrag bei den Behörden wurde jedoch abgelehnt, wahrscheinlich unter anderem, weil die damaligen Knallfunkensender mit ihrer offenen Funkenstrecke als eine Gefahr anzusehen waren. Dennoch wurde bereits 1907 für militärische Luftschiffe die Forderung nach "Wellentelegraphie zum Geben von Nachrichten" von der "Inspektion der Verkehrstruppen" gestellt. Zwischenzeitlich waren die Löschfunkensender mit ihren luftdicht abgeschlossenen Funkenstrecken Stand der Technik. Nachdem dann Telefunken 1909 eine Funkstation mit 75 Watt in ein Parseval-Luftschiff einbauen durfte - der größere Abstand der Gondel von der Gaszelle galt als gefahrloser -, ging die weitere Entwicklung der Funkausrüstung weiter. Im Laufe der folgenden Jahre wurden mehrere Armee-Luftschiffe mit FT-(Funktelegraphie)-Anlagen ausgerüstet. Als erstes Luftschiff vom Typ Zeppelin führte die LZ 11 1911 Funkversuche durch.
Zu Beginn des ersten Weltkriegs waren alle Luftschiffe der Armee und auch die meisten zivilen der Delag (Deutsche Luftschiffahrts AG) mit Funk ausgerüstet. Der dazu eingeführte Einheitstyp "Aluminiumschrankstation ALS 47" wurde später durch einen nachgeschalteten Röhrenverstärker auf eine Sendeleistung von 1,5kW verstärkt, so dass Reichweiten von über 1.000 km zu erreichen waren.
(Quelle: "Funk in Luftschiffen" von Karl Prätorius DL9HZ, in: AFM-Nachrichten, März 2002)



Download [5.6 MB]Video: Ballone und Zeppeline [02:09] (Quelle: DHM) [RM , 5.6 MB]
Download [3.9 MB]Ansprache Zeppelins nach Absturz LZ4, 24.8.1904 [04:46] (Quelle: DRM) [MP3 , 3.9 MB]

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