31. Dezember 2011: Zum Gedenken an Gianni, I7RIZ

31. Dezember 2011: Zum Gedenken an Gianni, I7RIZAufgabe eines Archivs ist es, seine Bestände sinnvoll zu mehren, zu wahren, öffentlich zugänglich zu machen. Wir können aber nur betreuen, was man uns anvertraut - das sind immerhin bisher fast 1.500 Vor- und Nachlässe. Daher begrüßen wir das neue Jahr mit einem besonderen Dank an unsere Spender und mit der erneuten Verpflichtung, alle uns übergebenen Unterlagen nach besten Kräften zu bewahren
Pars pro toto sei nun an dieser Stelle Sandro D'Onofrio, I7ALE, bedankt, der uns den Nachlass eines herausragenden italienischen Funkamateurs übergeben hat, Gianni Rizzi, I7RIZ (Foto)

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17. Oktober 2011: Großreinemachen

17. Oktober 2011: GroßreinemachenMargot (OE8YMQ) und Robert (OE8RVK) Vrisk aus Klagenfurt sind zu ihrem diesjährigen Großeinsatz eingetroffen: Die knapp 250.000 QSL-Karten, Diplome, Bücher und anderen Archivalien, die seit Ende Juni eingetroffen sind, müssen zunächst in Archivkartons verstaut werden, ehe sie registriert und gelagert werden können. Dann folgt die Einpflege, die uns über Monate hinweg intensiv beschäftigen wird. Schade, dass viele Einlieferer die zunächst systemtisch geordneten Karten in wildem Durcheinander in die Pakete gesteckt haben - oder ohne an Gummiringe, Zwischenlageblätter od.dgl. zu denken, so dass das Material in Wien "geschüttelt und gerührt" ankommt. Wir verbringen hinterher vierle hunderte Arbeitsstunden mit der Wiederherstellung der Ordnung.

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10. Oktober 2011: Mutterbrett ade!

10. Oktober 2011: Mutterbrett ade!Eine böse Überraschung: Als wir am Morgen die Rechner hochfahren, kann von keinem mehr auf den zentralen Server zugegriffen werden. Das Motherboard hat den Geist aufgegeben - der Veteran unserer Rechnerfamilie war der Belastung nicht mehr gewachsen. Zum Glück sind dank mehrfacher Redundanz alle Dateien gesichert. Nun müssen wir in aller Eile Ersatz schaffen (Bild) und alle Systeme neu aufsetzen. Herr Zöchmann von EMSS, unser treuer Sponsor und Administrator, hat in den folgenden Tagen alle Hände voll zu tun - und unsere Finanzreserven werden um eine beträchtliche Summe "erleichtert".



August 2011: DokuFunk = Europäisches Zentralarchiv der IARU

August 2011: DokuFunk = Europäisches Zentralarchiv der IARU Die Region I-Konferenz der International Amateur Radio Union - IARU, dem weltweiten Dachverband der Amateurfunkverbände, linkext. Link hat in Sun City, Südafrika, das Dokumentationsarchiv Funk als Europäisches Zentralarchiv der IARU Region I (Europa, Nordafrika, Nahost) anerkannt. Wien wird damit zum Sammelplatz der historisch relevanten Dokumente der Amateurfunkgeschichte. Unser Dank gilt dem ÖVSV, der den Antrag eingebracht hat, und allen befreundeten Verbänden, die ihn im Vorfeld und bei der Konferenz unterstützten.



Ältere Einträge in Auswahl



ECHO-TV bei DokuFunk



23.-25. April 2010: OE10M

23.-25. April 2010: OE10MNur für 72 Stunden aktiviert wurde diese Amateurfunk-Sonderstation, gemeinsam betrieben von der Sektion Amateurfunk im ORF und dem Dokumentationsarchiv Funk. Kontakte am Samstag, 24. April, galten für das Diplom zum Internationalen Marconi-Tag (IMD). 2.760 Kontakte hatte das Team: N2WB, OE1EVA, OE1TKW, OE1WEU, OE1WHC, OE1WSA, OE3GCU, OE3KAB, OE3LHB, OE8KDK. QSL via Büro oder direkt via OE1WHC (SAE, neuer IRC oder 1$). Mehr dazu bei qrz.com: linkext. Link

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1. April-31.Mai 2010: Web-OPAC - die Einpflegung des Bibliotheksbestands beginnt

1. April-31.Mai 2010: Web-OPAC - die Einpflegung des Bibliotheksbestands beginntWir haben uns für die Software und Betreuung von libreja entschieden linkext. Link und beginnen mit der Einpflegung unseres Bibliotheksbestands in einen Web-OPAC. Die gesamte Systematik und Einreihung wurde bei diesem Anlass reorganisiert. Das Projekt wird betreut von Mag. Barbara Kerb. Unser gesamter Bestand an Büchern, Periodika, Periodikareihen und Einzelpublikationen wird nach Abschluss der Datenerfassung voll recherchierfähig von unserer Website öffentlich zugänglich sein.
Nachtrag: Im August 2011 ist der Grundbestand an Büchern erfasst; der Katalog steht Online. Weiter geht es nun mit den Kleinschriften und dem virtuellen Bestand.



15. März: Aufnahme in die maa Medienarchive Austria / 8.000 neue Dateien zum Auftakt

15. März: Aufnahme in die maa Medienarchive Austria / 8.000 neue Dat...Das Dokumentationsarchiv Funk wurde in die maa aufgenommen, der alle namhaften audiovisuellen Archive Österreichs angehören. Dazu gibt es einen guten Auftakt: Der bei Sendeschluss 2003 rund 8.000 Audioproduktionen umfassende Bestand der Sendungen von Radio Österreich International in den Sprachdiensten Englisch, Französisch und Spanisch konnte noch vor dem Löschauftrag gerettet werden und ist nun zur Gänze eingepflegt. Jetzt kann die Index-Erstellung beginnen.



"Housewarming"-Rundgang

20. Februar 2010



Dieses Video gibt einen ersten Einblick in das "organisierte Chaos", das im Archiv nach der Übersiedlung an den Standtrand von Wien und nach der Zusammenführung sämtlicher Bestände aus den vier bisherigen Archivlagern herrscht. Nach vier Monaten der Neuaufstellung ist es endlich so weit: 20. Februar 2010, wir begrüßen die ersten offiziellen Gäste. Dank der freundlichen Vermittlung des ÖVSV (dem Verband der österreichischen Funkamateure) besuchen die Delegierten einer IARU-Tagung unser Archiv. Die IARU (International Amateur Radio Union) ist die Dachorganisation aller Funkverbände, und die 55 Teilnehmer, die sich in unseren Räumen drängen, sind Spitzenfunktionäre aus ganz Europa und dem Nahen Osten. Manche Verbände sind bereits seit Jahren Fördermitglieder unseres Archivs, andere lernen uns heute erst kennen. Natürlich interssieren sich die Gäste in erster Linie für unsere Archive und Sammlungen im Bereich Amateurfunk, manche aber "verirren" sich mit größtem Interesse auch zu den Archivbeständen zur Rundfunkgeschichte.



10. Februar: Lager Simmering in Liesing eingesiedelt

Zu sagen, dass es Spaß gemacht hat, wäre übertrieben. Aber immerhin haben wir nun die Gewissheit, dass der letzte große Brocken geschafft ist: Der gesamte Archivbestand ist mehr oder weniger am definitiven Platz. Alex, Barbara, Heinz, Helmut und Karl haben sich den großen unsichtbaren Möbelpacker-Orden verdient.



25.-27. Januar: Ade, Lager Simmering!

25.-27. Januar: Ade, Lager Simmering!Den Abschluss der "Auswanderung" nach Wien-Liesing bildet jetzt die Absiedelung des Lagers Wien-Simmering, das uns fünf Jahre lang treue Dienste geleistet hat. Aktueller Stand: 1.680 Archivboxen in 20 Regalmodulen, 6 Kubikmeter Dokumentation. Dank tatkräftiger Hilfe unserer treuen Mitarbeiter bereiten wir schon am Vorabend möglichst viel für den Abtransport durch die Spedition vor. Dennoch kostet es einen vollen Arbeitstag - und drei Lieferfahrten des 7,5-Tonners -, bis alle Archivalien transferiert sind. Jetzt atmen wir einmal ein paar Tage kräftig durch, und dann bauen wir die Regale am neuen Standort auf und räumen alles wieder ein. Und wir ahnen schon: Es wird noch sehr lang dauern, bis auch das letzte "Simmeringer Relikt" seinen neuen Platz in Liesing gefunden hat.




4. Januar 2010 - Regelbetrieb wieder aufgenommen

4. Januar 2010 - Regelbetrieb wieder aufgenommenNoch ist die Infrastruktur nicht voll gesichert (Heizung, Beleuchtung, Telefon), aber wir können nicht länger mit der Wiederaufnahme eines wenn auch eingeschränkten Regelbetriebs warten. Mag_a Barbara Kerb (ja, sie hat mittlerweile mit Bravour bestanden) tritt, mit einer neuen Aufgabe betraut, zur Arbeit an einem Projekt an, das wir für das bifie (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung) übernommen haben (Audiodateien für die Vorbereitung und Durchführung des Bereichs Fremdsprachen der Zentralmatura). Nebenan forscht Almedin Candic, nunmehr nicht als Praktikant sondern Studierender, für seine Seminararbeit über Radio Österreich International. In der Dokumentation beginnen wir mit der Erfassung einiger tausend Manuskriptseiten zur legendären Krimi-Hörspielserie der Sechzigerjahre Wer ist der Täter? Die Manuskripte wurden im Keller des Landesstudios Steiermark entdeckt und werden nun voll digitalisiert. Die Funkamateure haben via Sektion Bundesheer des ÖVSV ein Riesen-Konvolut von QSL-Karten von OE4VIE übernommen, das unter Leitung von OE4RGC vorsortiert wurde und nun in die Bestände eingearbeitet werden muss. Nach Deutschland geht die erste Folge einer im Funk-Telegramm publizierten Serie Rückblende - Amateurfunk vor 80 Jahren, einer sehr aufwendigen Recherchearbeit. In den Mitgliederbereich des Webauftritts werden die voll recherchierbaren Jahrgänge 2009 der Bulletins DX-MB, Daily DX, BC-DX und 425-DX transferiert. Neu im Team: DI Dr. Heinz Lorenz, OE3LHB (Bild)



11. Dezember - The show must go on

11. Dezember - The show must go onIm Kellerlager sind unter der Belastung drei Regale gekippt - trotz angeblich optimaler Vorsorge beim Aufbau. Also: alles ausräumen, Regale reparieren, alles wieder einräumen. - Von "Les Nouvelles DX" kamen mehrere hundert Bulletins - zum Glück bereits digitalisiert, "nur" der Index fehlt noch. - ESET hat uns eine umfassende Sicherheits-Software für den Server und die angeschlossenen Geräte gespendet. - Die ersten drei Studierenden greifen wieder auf unsere Bestände zu (Themen: Radio Österreich International; Auswirkung der Einführung von UKW in Österreich; Mediale Präsenz des Internationalen Frauentags). Die RAL im Libanon erhält für ihre anlässlich des Bestandsjubiläums errichtete QSL-Galerie 200 hochaufgelöste Scans von OD5-Stationen quer durch die Jahrzehnte.



6. Dezember - Der zweite Subotnik bringt uns der Betriebsaufnahme näher

Zwei "Subbotniks" haben wir hinter uns - Wochenende mit großem Helfereinsatz -, dazwischen viele Arbeitsstunden. Jetzt befindet sich zwar fast das gesamte Archivgut in den dafür bestimmten Räumen, aber noch völlig ungeordnet. Bis das Dokumentenarchiv, die Bibiothek, die Sammlungen Periodika, Diplome, Sonderbestände... wieder korrekt aufgestellt sind und die gut 5.000 Archivboxen in korrekter Reihenfolge in den Regalen stehen, werden noch viele, viele Arbeitsstunden ins Land gehen. Allen, die uns geholfen haben, sei herzlichst gedankt.



3. November: ...und kein Ende abzusehen

3. November: ...und kein Ende abzusehenHeute haben sich die sechs treuen Helfer der Spedition verabschiedet - nach zwei zusätzlich gewährten Arbeitstagen. Und noch stehen im Flur 148 Übersiedlungskartons, im Archivlager 40 Kartons und 3 PAL-Boxen mit je einem Kubikmeter Fassungsvermögen. In sämtlichen Räumen herrscht das Chaos. Im heftigsten Schneeregen haben wir die letzten Möbel aus dem Zwischenlager herübertransportiert. Das Bundesheer brachte unsere Schautafeln von einer Ausstellung zurück. Der Heizungsmonteur fand heraus, dass sämtliche Thermostate am falschen Ende der Radiatoren montiert wurden. Anfrage aus der Zentrale: Wann kann der Maler für die Ausbesserungen kommen? Wann der Tischer? Du lieber Himmel, irgend jemand hat die Betonnägel verschlampt! Und die Box mit der Aufschrift "Top 16/Unterschrank 1", die laut Korrekturplan nach Top15 gehört, ist natürlich in Top28B gelandet...



28. Oktober: Hadubrand, Äpfel und Birnen

26. Oktober: Unser Sponsor EMSS richtet das interne Netzwerk ein, macht den Server starklar, verbindet uns wieder mit dem weitweiten Netz. - 28. Oktober: Wir begonnen, die Archivalien wieder einzureihen. Die Neuaufstellung bedingt Änderungen in fast allen Bereichen. So sind z.B. die Bibliothek und die Periodika nun in unterschiedlichen Räumen und in anderem Mobiliar untergebracht. Da stimmen Planung und Realität nicht immer überein - aber allmählich zeichnet sich unser künftiges Erscheinungsbild ab, und das spornt an. - Mittlerweile hat sich die Causa Heinzl auch bis zu jenen Blättern herumgesprochen, denen weniger an Fakten als an griffigeren Formulierungen liegt: In TV-media vergleicht z.B. Chefredakteur Hadubrand Schreibershofen eine mit größtem Aufwand hergestellte Produktion mit einem low budget-Projekt und erkennt, dass das Billigere billiger ist (wenngleich fast doppelt so teuer, als er meint). Dass er nebenbei unser ihm unbekanntes Archiv erwähnt, ehrt uns. Hier ist der Artikel zum Nachlesen.



Download [157.5 KB]"Immer Zores mit diesem Dominic Heinzl" [PDF , 157.5 KB]

23. Oktober: Der KURIER und HEUTE berichten

"Der Standard" hat uns in in seiner gestrigen Ausgabe zwar nicht namentlich erwähnt, aber auf unsere Homepage und unseren Beitrag in YouTube verlinkt. Die Folge: Eine erfreuliche Zahl an Downloads. - Heute berichten weitere Tageszeitungen - es folgt der Text im Wortlaut. Auch hier sind die Leserkommentare übrigens ausnahmslos negativ.

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22. Oktober: "Der Standard" berichtet über unseren Nachmieter - und linkt zu unserem YouTube-Beitrag

Nicht erwählt wird, dass auch das Dokumentationsarchiv Funk dem neuen Nutzer weichen musste - aber das ist vielleicht ganz gut so, sonst meint jemand vielleicht. wir hätten diesen Beitragh initiiert. Hier der Wortlaut der Meldung:
ORF baut neuen Studio-Standort für Heinzl
In der Argentinierstraße 31 baut ihm der ORF ein neues Studio - Betriebsrat und -arzt mussten absiedeln Staub wirbelt Dominic Heinzls ORF-Job nun handfest auf: In der Argentinierstraße 31 baut ihm der ORF ein neues Studio. Betriebsrat und -arzt mussten absiedeln. Zwei Schnittplätze bringt er mit, zwei kauft ihm der ORF. "Wo wir um jeden Bleistift betteln müssen", granteln ORF-Journalisten. "Für eine Auftragsproduktion die ökonomisch günstigste Lösung", das erklärt ORF-Sprecher Pius Strobl so: Das Gebäude gegenüber dem Funkhaus gehört dem ORF (Heinzl wird Nachbar der dort dienstwohnenden Direktoren Elmar Oberhauser und Peter Moosmann). So falle keine Miete an, die man Heinzl ersetzen müsste. Kauft Heinzl Schnittplätze, verrechnete er sie dem ORF auf Vertragsdauer (drei Jahre); so schreibe sie der ORF länger ab. Stadtnähe sei für Heinzls Produktion wichtig. Seine Sendezeit (kolportiert: 19.30 Uhr) verhindere, Technik von Wien heute (19 Uhr) zu nutzen. Heinzls Produktionsvertrag liege weit unter den kolportierten vier Millionen jährlich; im ORF kursierten zuletzt 2,4. (fid) - Dazu 83 ausschließlich negative Leserreaktionen.
Und zusätzlich im Online-Standard: linkext. Link



21. Oktober: Anschluss an die Herz-und-Hirn-Maschine

Die Telekom hat das Unmögliche möglich gemacht und den Termin für unseren Festnetzanschluss extrem vorgezogen. Einer unserer treuesten Sponsoren, Herr Zöchmann und seine Mitarbeiter von EMSS, sind einen Tag lang am Werk. Am Abend geht unser zentraler Server wieder online. Das Archiv hat wieder Herz und Hirn! - Auch die Mitarbeiter der Spedition unterstützen uns durch großen persönlichen Einsatz. Der Teufel liegt ja im Detail; wir müssen ständig umplanen und improvisieren - da nützt uns die Erfahrung der Experten. Der Messdienst und das Facility Management des ORF sorgen für die Errichtung der Infrastruktur: Telefon, Fax, interne Vernetzung, Studio...



17. Oktober: Geschafft!

17. Oktober: Geschafft!Wir haben es geschafft - und wir sind geschafft. Heute waren zum Endspurt außer unserem Team neun Mitarbeiter der Spedition am Werk. Nun steht alles - entmutigend unübersichtlich -auf jedem freien Fleck in Liesing. Halbzeit. Jetzt beginnt die Adaptierung der Räume und die komplette Neuaufstellung. Mit einer Träne im Knopfloch: Ein paar Bilder vom Auszug (bei "mehr")

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13. Oktober: Am Limit!

Der zwölfte Tag im Volleinsatz zwischen sieben Uhr früh und bis zur Mitternacht am Abend. Eine auf heikles Gut spezialisierte Spedition, sechs Mann im Wettlauf gegen die Zeit und zwei Disponenten als Dauerpendler zwischen den beiden Orten. Hier wie dort zusätzliche Hilfe: ÖVSV und ADXB in der Argentinierstraße, in Liesing die ORF-Mitarbeiter. Zweimal täglich wird der Großlaster beladen; die Zwischenspurts übernimmt der "kleine" 3-Tonner. Der zentrale Server mit unserem gesamten Datenbestand und das komplette Netzwerk mit 14 Stationen sind abgebaut; die neue Konfiguration wird vorbereitet. Die YASME Collection ist bereits neu aufgestellt. Das Tonstudio übersiedelt heute mit dem gesamten Bestand an Bändern, Kassetten, DCs etc. Parallel dazu werden die Periodika transportfertig gemacht. Nach Plan wären wir bereits beim Versorgen der Bibliothek - aber Schlechtwetter und die üblichen unvorhersehbaren Probleme und Problemchen haben für Verzögerung gesorgt. Also: Die Bibliothek morgen, zumindest die ersten 3.000 Bände. Und die gesamte Dokumentation, die Rarissima, die 2.000 Archivboxen am Freitag? Das schaffen wir nicht...



1. Oktober 2009: Wir kapitulieren vor Dominic Heinzel und ziehen um!

1. Oktober 2009: Wir kapitulieren vor Dominic Heinzel und ziehen um!Der ORF benötigt dringend Räumlichkeiten in Funkhausnähe und macht uns das Angebot, gleichwertigen Ersatz für die die uns derzeit zur Verfügung gestellte Einrichtung beizustellen - bei Übernahme der Kosten für den Umzug und die Adaptierung im neuen Quartier. Natürllich fällt der Abschied von der gewohnten Umgebung und der Wechsel vom Zentrum an die Peripherie schwer. Aber die Aussicht auf eine komplette Neuaufstellung, auf den unmittelbaren Zugriff zu unserem wichtigsten Archivlager (das sich bereits in Liesing befindet), die barrierefreie Zufahrt und das reichliche Angebot an Parkplätzen geben den Auschlag. - Der Haken an der Sache: Die ganze Aktion kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel und muss bis zum 15. Oktober abgeschlossen sein. Ein in 25 Jahren gewachsenes Archiv in nur zwei Wochen komplett zu übersiedeln, ist eine logistische Herausforderung der besonderen Art. (Bild: Unser Motto begrü0t Besucher gleich an der Eingangstür)



September 2009: Kapitulation vor Jonathan Marks

Jonathan Marks, der Gestalter des legendären Medien-Magazins "Media Network" bei Radio Netherlands, besucht uns und übergibt die (fast) komplette Datenbank seiner Sendungen und Manuskripte. Noch einmal 800 Gigabyte, die indiziert, beschlagworttet und ins Netz gestellt werden müssen. Am Ende unseres Projektsommers ist der Rückstand also wieder genau so groß wie zu Beginn. Wir kapitulieren - mit Dank an Jonathan, der unsere Sammlung um einen wahren Schatz bereichert hat.



August 2009: Verstärkung! Kooperarion mit der Mediathek

Sonja Vrisk und Daniel Nagy konzentrieren sich auf die Aufarbeitung der Rückstände und bei der Ham Radio übernommenen QSL-Karten. 263 neue Archivboxen mit über 300.000 Karten, die nun einzeln gecheckt werden müssen.
13. August: Wir übergeben der Österreichischen Mediathek linkext. Link 320 Tonbänder mit wertvollen Aufnahmen aus dem Bestand von Radio Austria International und Beiträge internationaler Radiostationen mit Österreich-Bezug. Die vertragliche Vereinbarung besagt, dass der Bestand "unter Bedingungen aufbewahrt wird, die nach dem Stand der Forschung geeignet sind, die Lebenserwartung von audiovisuellen Medien zu optimieren."
Zu Monatsende stellen wir 88 Gigbabyte an Datenmaterial in unseren zentralen Server und die Findmittel dazu auf unsere Website.



Juli 2009: Ferialpraktikanten, USA-Oldies, 3.000 neue Audios, Diplomarbeit

Barbara Kerb und Almedin Cancic nehmen ihr Ferialpraktikum auf. Barbara ist Teammitglied, musste aber zuletzt für ihre Abschlussarbeit pausieren. Almedin studiert im sechsten Semester Publizistik. Seine Aufgabe: rund 3.000 Audio- und Videobeiträge indizieren, beschlagworten und im Netz bei den Findmitteln auflisten. Barbara beginnt mit der Einpflege der Medienmagazine zum öffentlichen Zugang. Den Anfang macht "Töne, Texte Bilder", das Medienmagazin von WDR5.
Neuzugänge allein in diesen vier Wochen: Über tausend weitere historische Rundfunksendungen aus den USA, viele Raritäten. Das Archiv Thieman, eine Archivkooperation mit knapp 1.300 Hörfunk-Mitschnitten: Kurzwelle, Piraten, rare Inlandsdienste.
Roswitha Reiter bringt ihre Diplomarbeit. "Die RAVAG, Analyse des Radiopublikums der 1920er und 1930er-Jahre", vorgelegt zur Erlangung des Magistergrades an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg, Fachbereich Kommunikationswissenschaft. Eine vorzügliche Arbeit, die - man glaubt es kaum - als Forschung nach mehr als siebzig Jahren Neuland betritt. Natürlich freut uns besonders, dass viele wichtige Quellen im Oskar Czeija-Gedächtnisfonds unseres Archivs zu finden waren.



Juni 2009: Archivfunde, HamRadio Friedrichshafen

3.-5. Juni: Im Landesarchiv Vorarlberg in Bregenz haben wir einen Schatz entdeckt: 29 Archivschachteln zum "Landessender Vorarlberg" entdeckt. Großteils in konservatorisch bedenklichem Zustand. Kein öffentlicher Zugang. Wir erhalten eine Sondergenehmigug und fotografeiren die ersten 500 Dokumente. Der Bestand ist einmalig! Reicht bis 1947 zurück, enthält fast ausschießlich verschollen Geglaubtes.
8. Juni: 1932 wurde die ,RAVAG-Studie` von Paul Lazarsfeld durchgeführt, die als Pioniertat der modernen Medienforschung gilt. Lazarsfeld untersuchte darin die Hörerwünsche der österreichischen Radioteilnehmer. Heute trifft die Kopie des Orignalmanuskripsts (!) ein - 50 Seiten, eine Archivsensation. Ebenfalls neu eingestellt: der Gesamtbestands der Programmzeitschrift "Radio Wien / Radio Österreich", 48 Jahrgänge ab 1924. (Raritäten im Antiquariat, pro Band nicht unter 400€ angeboten).
Die beiden letzten Juniwochen werden wie alle Jahre von der Ham Radio in Friedrichshafen domniert: Ausstellung und Powerpoint-Präsentation vorbereiten, Kombibus beladen, Autoreisezug, Standaufbau. Bild und Ton der Eröffnugsfeier binnen einer Viertelstunde ins Netz gestellt. Freundes- und Hörertrffen bei vollem Saal. Viele Gespräche am Stand. Mehr als 200.000 Archivalien übernommen. Nun wartet wieder ein Jahr Arbeit auf uns. Bilder und Audio: 2009




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