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ORF Ö1 – #doublecheck

16.02.

oe1_dc_2018zoomWie wird über die Medien Politik gemacht, wer profitiert? Worüber spricht das Netz, und was davon sollte uns interessieren?
Archivnummern: AP/m_mm1/oe1_dc_2018_(Sendedatum)
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Datum Inhalt Dauer
05.01 Sind die Journalisten zu nah dran? Sind wir zu nah dran an denen, über die wir berichten? Merken wir, wenn wir von unseren Interviewpartnern instrumentalisiert werden? Unser Medienmagazin #doublecheck beschäftigt sich mit dem Thema Nähe und Distanz im Journalismus. Man spricht von der sogenannten "Verhaberung", wenn Journalisten und ihre Interviewpartner allzu gut befreundet sind und eine Hand die andere wäscht. Alle wissen, das gibt es. Zum Beispiel in der Politik, im Sport, in der Kultur. Wenige reden darüber. Wir schon. 1) Sagen wir doch "Du". Die ORF-Sommergespräche, daran hat Tarek Leitner wohl nicht die besten Erinnerungen. Seine familiäre Verbindung zu SPÖ-Chef Christian Kern wurde zum Thema, man warf ihm Befangenheit vor. Anlass für die Debatte, ab wann man eigentlich befangen ist? Dürfen Journalisten mit ihren Interviewpartnern per Du sein? Manche haben kein Problem damit. Und von Politikern wird das Du und die vermeintliche Nähe ja durchaus mit Kalkül eingesetzt. 2) Politik, Sport und Kultur: Man kennt sich. Ab wann man sich zu gut kennt, um ein unvoreingenommenes Interview zu machen, definieren Journalisten und Journalisten durchaus unterschiedlich. Neben der Politik sind zum Beispiel auch in der Sport- und der Kulturberichterstattung Naheverhältnisse ein Thema. Wenn man monatelang mit Skifahrern auf Reisen ist und mit dem Skiverband auch durch Verträge eng verknüpft, kann man dann noch unbefangen zum Beispiel über Missbrauchsfälle im Skisport berichten? 3) Spin-Doktoren und Instrumentalisierung. Alteingesessene Journalisten und Journalistinnen behaupten sogar, in Österreich gäbe es keinen investigativen Journalismus. Wenn ein großer Skandal auffliegt, dann habe wahrscheinlich die gegnerische politische Partei Journalisten oder Journalistinnen die Information gesteckt, so die These. Viele Gründe also, um den Drahtseilakt zwischen Nähe und Distanz im Journalismus ins Bewusstsein zu rücken und zum Thema zu machen. 24:55
23.01 doublecheck-Update: Wie verhabert sind eigentlich Journalisten untereinander? Was das NDR-Medienmagazin "Zapp" gegen zuviel Nähe unternimmt. Anja Reschke über redaktionelle Unabhängigkeit und selbstgezogene Grenzen 13:43
02.02 Strategen, Kontrolleure und Ausputzer Nach sieben Wochen Schwarz-Blau ist die Kommunikationsstrategie der Bundesregierung unverkennbar. Fragen von Journalisten sind gut, aber Message Control ist besser. Welche Botschaften hinausgehen sollen und welche nicht, entscheidet das Kanzlerbüro. Es gelingt freilich nicht immer. Die Koalition hat auch große medienpolitische Pläne, über die #doublecheck mit ÖVP-Medienminister Gernot Blümel und FPÖ-Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein gesprochen hat. Wobei vom FPÖ-Mann ein überraschend klares Bekenntnis zum öffentlich-rechtlichen ORF gekommen ist. 1) Balsam für ORF - Druck auf Journalisten Jenewein ist als FPÖ-Mediensprecher das direkte Gegenüber der ÖVP in Sachen Medienpolitik. Und Jenewein deutet eine Kursänderung in Sachen ORF-Gebühren an, wenn er sagt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen qualitätsvollen Inhalten erhalten werden soll. Wenn man sich dazu bekenne, müsse man konsequenterweise auch die Finanzierung absichern, sagt Jenewein. Sparen bei der GIS-Gebühr will er dennoch, Spielraum sieht er bei dem Anteil an den Gebühreneinnahmen, der nicht an den ORF geht. Durchaus kritisch sind die Töne, die die Regierungspartei FPÖ gegenüber Journalisten - innerhalb und außerhalb des ORF - anschlägt. 2) Blümel will ein rotweißrotes Google bauen Medienminister Gernot Blümel von der ÖVP beschäftigt sich lieber mit einer großen medienpolitischen Vision. Er will die im Regierungsprogramm vereinbarte gemeinsame Vermarktungsplattform von ORF und Privaten für Online-Werbung im Idealfall zu einer Art Austro-Google ausbauen. Es soll also nicht nur um gemeinsame Werbevermarktung gehen, sondern auch um den Austausch von Inhalten. Damit will der Minister auf dem von Internetgiganten wie Google und Facebook, aber auch von großen ausländischen Medienkonzernen beherrschten Markt die österreichische Identität bewahren. #doublecheck hat mit österreichischen Playern gesprochen und nachgefragt, was eigentlich die Wettbewerbsbehörde von diesen Plänen hält. 3) Kommunikation überwiegt noch den Inhalt Die strenge Kommunikationskontrolle seitens der Regierung sieht Gernot Blümel, der ja auch ÖVP-Regierungskoordinator ist, naturgemäß positiv. Er spricht von "Professionalität". Das bescheinigen der Koalition in dem Punkt auch Kommunikationsexperten, die für frühere Regierungen gearbeitet haben. Österreich folge hier einem internationalen Trend. Der allerdings Journalisten weniger freut, weil der Zugang zu den Regierungspolitikern letztlich eingeschränkt wird. Die neu geschaffene Funktion des Regierungssprechers bringt da keine wesentliche Verbesserung. 24:55
13.02 doublecheck-Update: Eine Regierungspartei im medialen Paralleluniversum. "Unzensuriert" und "Wochenblick" sind nicht zu fassen. Die Welt des Andreas Unterberger 17:32

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