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oe1_dl_2019

ORF Ö1 - Digital Leben

16.07.

oe1_dl_2019Jeden Montag bis Donnerstag informiert Digital Leben in Ö1 über Chancen, Risiken und (un)erwünschte Nebenwirkungen von Internet, Digitalkamera und Computerviren
Archivnummern: AP/m_mm1/oe1_dl_2019_(Sendedatum)
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Datum Inhalt Dauer
02.01 Putzhilfe aus dem Internet - Digitalisierung verändert informellen Sektor Automatisierung und Digitalisierung verändern unsere Arbeit. Nicht nur die von Arbeiterinnen und Angestellten, sondern auch jene im sogenannten informellen Sektor. Etwa dort, wo es um Tätigkeiten wie Putzen, Altenpflege und Babysitten geht und wo vor allem Frauen für wenig Geld arbeiten. Auch diesen Bereich haben Internetfirmen mittlerweile als Geschäftsmodell entdeckt. Mit der Entstehung von prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sich Ursula Huws, Professorin für Arbeit und Globalisierung an der Universität Hertfordshire. Die britische Wissenschaftlerin warnte bereits vor 15 Jahren vor einem "Cybertariat", einem Prekariat durch Digitalisierung. Ulla Ebner hat mit Ursula Huws gesprochen. 04:51
03.01 Gesundheits-Schwindel im Internet - Betrügerische Online-Werbung Wer im Internet nach Gesundheitstipps oder Hausmitteln bei Krankheiten sucht, stößt dabei auf etliche Angebote für Pillen, Pulver, Cremes oder spirituelle Videotrainings, die alle rasche Genesung versprechen. Ein Team kanadischer Wissenschaftler hat derartige dubiose Gesundheits-Werbung im Netz unter die Lupe genommen und sich angeschaut, wie die Produkt-Anzeigen viele Nutzerinnen und Nutzer dazu verleiten, darauf zu klicken und wie man sich vor dieser Form der Abzocke schützen kann. Mehr von Lukas Plank. 04:51
07.01 "Audio-Selfies" - Über den akustischen Reichtum von Städten Menschen zeigen, wie bunt eine Stadt abseits des Sichtbaren ist: das haben sich ein blinder belgischer Schriftsteller und ein österreichischer Wissenschafter in einem gemeinsamen Medienkunstprojekt vorgenommen. Auf Stadtspaziergängen produzieren sie eine Art "Audio-Selfies", die weit mehr sein sollen als nur akustische Erinnerungs-Schnappschüsse von der Geräuschkulisse fremder Straßen und Plätze; sie sollen den sensorischen Reichtum von Städten vermitteln. Sylvia Andrews hat die beiden Künstler bei einem Spaziergang durch die Grazer Innenstadt begleitet. Mit: Piet Devos, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, Belgien; Florian Grond, Medienkünstler und Wissenschaftler, Österreich/Montreal 04:43
08.01 Roboter und Populismus - Oxford-Ökonom über sozial verträgliche Automatisierung Vor einigen Jahren sorgte eine Studie der Oxford Martin School für viel Aufsehen: Jene Studie, nach der in den USA in den kommenden Jahrzehnten 47 Prozent der Arbeitsplätze durch Digitalisierung und Automatisierung verloren gehen werden. Auch wenn die Studie umstritten ist und andere Untersuchungen zu weniger pessimistischen Ergebnissen kommen, ist der Studienautor und Ökonom Carl Benedikt Frey von der Oxford Martin School seither einer der am häufigsten zitierten Experten, wenn es um die Zukunft der Arbeit geht. Frey warnt vor den sozialen Auswirkungen der Digitalisierung und sieht einen Zusammenhang zwischen Automatisierung und dem Aufstieg des Populismus. In einer aktuellen Studie hat er sich die Frage gestellt, ob Donald Trump seinen Wahlsieg auch den Robotern verdankt. Mehr dazu von Ulla Ebner. 04:51
09.01 Wann ist eine Toilette intelligent? 1) Verrückte Produkte auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas Es mag ja Leute geben, die gerne mit ihrem Klo reden würden. Möglich sind solche verrückten Ideen. Das zeigt derzeit die Consumer Electronics Show CES in Las Vegas. Fast 4.500 Unternehmen stellen dort ihre Neuheiten vor, von kleinen Erfindung bis zu schrägen Spielereien. Marcus Schuler und Sebastian Schreiber waren auf der Messe unterwegs und haben sich die verrücktesten Produkte angesehen. 2) Baumspione Nur aufs erste Hinhören verrückt klingt die Idee von Nicola di Donato. Er belauscht in seinem Projekt Treevoice Bäume und rüstet sie dafür mit Sendern aus. Es geht darum, ihre Stabilität zu überwachen und damit frühzeitig zu warnen, wenn sie in Gefahr sind, auf Straßen oder Häuser zu stürzen. Den Sensor bekommen die Bäume einfach um den Stamm geschnallt wie einen Gürtel. 04:47
10.01 Handy-Revolution in Kenia 1) Digitalisierung in Afrika Zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner in Afrika verfügen über ein Mobiltelefon. Das Smartphone bietet nicht nur Zugang zum Internet und zu Informationen, sondern ersetzt mit Mobilfunk-Bezahlsystemen oft auch Kreditkarte oder Bankkonto. Als Zentrum der digitalen Entwicklung gilt Kenia, 90% der Bevölkerung haben dort Internetzugang. Aus Nairobi berichtet Linda Staude. 2) Ältere Nutzer teilen eher Falschnachrichten. Studie zu US-Wahlkampf 2016 Wissenschaftler der Universitäten New York und Princton haben untersucht, welche Nutzerinnen und Nutzer während des US-Wahlkampfes 2016 Falschnachrichten auf Sozialen Medien weiter verbreitet haben. Die Studie zeigt: Vor allem ältere und konservative Facebook-Nutzerinnen und Nutzer teilten fast sieben Mal mehr Links und Artikel von Webseiten, die dafür bekannt sind, gezielt irreführende Falschnachrichten zu produzieren. Von den 1.200 unter die Lupe genommenen Nutzern teilten insgesamt nur 8,5 Prozent Falschmeldungen, der Großteil der Nutzer war über 65 Jahre alt. Als einen Grund sehen die Autoren hier fehlende digitale Medienkompetenz. Ob den Nutzerinnen und Nutzern auch bewusst war, dass es sich um Falschnachrichten handle, wurde nicht erhoben. 04:55
14.01 Im Kreuzfeuer - Eine App erfasst Schießereien in Rio de Janeiro Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro gilt als besonders gefährliche Stadt. Daran ändern auch die starken Sprüche des neuen ultrarechten Präsidenten Brasiliens, Jair Bolsonaro, nichts. Insbesondere in den Armenvierteln, den Favelas, kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen Drogenbanden oder mit der Polizei, teilweise am helllichten Tag. Um Bewohner und Bewohnerinnen zu warnen, hat eine brasilianische Journalistin gemeinsam mit Amnesty International eine App entwickelt. Auf "Fogo Cruzado" - was so viel heißt wie: Kreuzfeuer - können Zeugen Schießereien melden. Ulla Ebner hat mit der Initiatorin in Rio de Janeiro gesprochen. Mit: Cecilia Ollivera, Rio de Janeiro 04:52
15.01 Das Digitalisierungs-Monster 1) Wie Medienunternehmen noch immer mit dem Netz kämpfen Seit über 20 Jahren gehört das Internet zu unserem Alltag, und noch immer kämpfen Medienunternehmen mit der Digitalisierung und neuen Geschäftsmodellen. Das meint nicht nur Lucy Küng, Google Digital News-Forscherin am Reuters Institute der Universität Oxford. Für ihren Forschungsbericht "Going Digital. A Roadmap for Organisational Transformation" hat Küng über 20 Medienhäuser und ihren Zugang zur Digitalisierung untersucht, darunter die Financial Times, die New York Times, CNN und die BBC. Vor welchen Herausforderungen Medienunternehmen und Öffentlich-Rechtliche stehen, fasst Julia Gindl zusammen. 2) "Das Netz in unsere Hand". ORF-DialogForum im Radiokulturhaus Derzeit dominieren nur fünf Konzerne das Internet. Mit ihren Algorithmen steuern Google, Facebook und Co, was Menschen weltweit zu sehen bekommen. Ob das mit unserer Demokratie vereinbar ist und wie eine gesellschaftsverträgliche digitale Demokratie aussehen könnte, damit beschäftigt sich morgen Abend das Dialogforum von ORF und Stiftung Forum Alpbach im ORF-RadioKulturhaus in Wien. Mit dabei sind unter anderen der Kabarettist Florian Scheuba und Christian Fuchs, streitbarer Professor von der Westminster University in London. 04:52
16.01 Genießbar oder verdorben? - Ein Scanner gegen Lebensmittelverschwendung Wenn eine Tomate weich ist, ein Apfel schrumpelig oder die Milch das Mindestaltbarkeitsdatum überschritten hat, ist das für manche Menschen Grund genug, das Lebensmittel in den Müll zu werfen. Auch in Österreich werden jedes Jahr im Haushalt pro Kopf rund 100 Kilogramm Nahrungsmittel weggeschmissen, obwohl ein Großteil noch genießbar wäre. Deutsche Forscher wollen diese Verschwendung verhindern und arbeiten an einem Scanner, der nicht nur andeutet, wann das Lebensmittel ungenießbar wird, sondern auch Tipps für den Verbrauch gibt. Ruth Hutsteiner hat sich das Zwischenergebnis angesehen. 04:43
17.01 Ein elektronisches Bein - Wie Wolfgang mit einer Hi-Tech-Prothese wieder gehen lernte Mit 8 Jahren erkrankt Wolfgang an Kinderlähmung. Danach ist er 40 Jahre lang auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit Hilfe einer Hi-Tech-Orthese, einer Stützvorrichtung für das Bein, kann er mittlerweile wieder gehen und sogar Yoga üben. Wie das möglich ist, hat Sarah Kriesche recherchiert und dazu einen Entwickler des Wiener Prothesenherstellers Otto Bock und Wolfgang getroffen. 04:51
21.01 Maschinen mit Vorurteilen 1) Wie IBM Algorithmen gerechter machen will Künstliche Intelligenzen machen Fehler, und sie behandeln nicht alle Menschen gleich. Auch Fans einer maschinellen und durch-algorithmisierten Zukunft sehen das mittlerweile so. Aber wie soll man damit umgehen? Während manche Experten davor warnen, Künstliche Intelligenzen in sensiblen Bereichen einzusetzen, arbeitet man unter anderem bei IBM an Lösungen für das Problem. Vergangene Woche sprach Jennifer Sukis von IBM bei der Veranstaltung "Darwin und Marie" über ihre Gegenvorschläge. Lukas Plank hat sich erklären lassen, wie Sukis Künstlichen Intelligenzen Vorurteile abgewöhnen will. 2) WhatsApp schränkt Weiterleitung von Nachrichten ein WhatsApp-Nachrichten können nur mehr bis zu fünfmal weitergeleitet werden. Das hat eine Unternehmenssprecherin angekündigt. WhatsApp reagiert damit auf mehrere Fälle von Lynchjustiz in Indien; weitergeleitete Gerüchte und Falschnachrichten hatten dort einigen Menschen das Leben gekostet. 04:50
22.01 Ich, ich, ich sowie Amerika und Hillary - Trump und Twitter Trump und Twitter sind ein Dream-Team. Das meint zumindest Christian Fuchs, Direktor des Instituts für Kommunikation und Medienforschung an der Universität Westminster. Die Struktur des Kurznachrichtendienstes Twitter und die Ich-zentrierte Persönlichkeit des US-Präsidenten würden sich gut ergänzen. Für sein Buch "Digitale Demagogie. Autoritärer Kapitalismus in Zeiten von Trump und Twitter" hat der Medienforscher knapp 2.000 Tweets von Donald Trump vom Beginn des Wahlkampfes bis hin zu seiner Amtseinführung im Jänner 2017 analysiert. Die Ergebnisse präsentiert Julia Gindl. 04:52
23.01 Durchleutet 1) Auch ohne Twitter-Account keine Privatsphäre Zeig mir deine Freunde und ich sag dir, wer du bist. Das gilt wohl besonders für Soziale Medien. Laut einer im Fachblatt "Nature Human Behaviour" veröffentlichten Studie lassen sich lediglich anhand von Twitter-Kontakten einer Person konkrete Prognosen über ihr Verhalten treffen. Und was man darüber hinaus über Menschen herausfinden kann, die den Kurznachrichtendienst nicht einmal nutzen, fasst Julia Gindl zusammen. 2) Bitcoin-Krise Wie schlecht es der Kryptowährung Bitcoin momentan geht, zeigt sich nicht nur am Kurs. Nach fast 20.000 Dollar im Vorjahr, liegt er derzeit bei rund 3.550 Dollar, etwa 3.100 Euro. Es zeigt sich auch daran, dass Giga Watt, ein großer industrieller Bitcoin-Miner, Ende des Vorjahres Konkurs anmelden musste. Durch den niedrigen Preis rentiert sich das Errechnen von Bitcoins kaum mehr, berichtet Franz Zeller. 04:52
24.01 Madagaskar: Krankenversicherung am Handy - Elektronisches Konto verbessert die Gesundheitsversorgung Ein neues Handy-Mikrosparbuch für die Gesundheitsvorsorge ersetzt auf Madagaskar die bislang fehlende Krankenversicherung. Entwickelt wurde es von zwei Ärzten des Berliner Charité Krankenhauses und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung. Nach dem Start im Oktober haben auf Madagaskar mehr als 500 Patientinnen angefangen, per Handy-Geldbörse für ihre Gesundheit zu sparen. So konnte über das neue mobile Gesundheitskonto bereits die Geburtshilfe von 20 Babys finanziert werden. Jutta Schwengsbier berichtet über das Projekt. 04:52
28.01 Der Ort ist wichtiger als die Person - Wie sich die Google-Suche in den letzten Jahren verändert hat Durchschnittlich 3,4 Mal am Tag sucht jeder von uns etwas via Google, insgesamt fast vier Millionen Anfragen trudeln pro Minute ein. Die Suchmaschine des US-Konzerns dominiert den Markt, in Europa laufen über 90 Prozent aller Suchanfragen über Google. Die Plattform und das Anzeigen von Werbung sind so auch die Haupteinnahmequelle des Dachunternehmens Alphabet. Wie sich die Suche in den letzten 2 Jahrzehnten, seit es Google gibt, verändert hat, das hat sein Vize-Such-Chef Julia Gindl erzählt. 04:48
29.01 Datenbremser und Datenschieber - Studie zur Netzneutralität in Europa Wenn wir auf unserem Smartphone mobile Daten, also verschiedene Apps und Streaming-Dienste nutzen, dürften unsere Mobilfunkbetreiber theoretisch keine Datenpakete bevorzugen. Dass Daten gleich behandelt werden - dieses Prinzip der Netzneutralität ist seit zwei Jahren gesetzlich in der Europäischen Union verankert. Insgesamt 186 Verletzungen der Netzneutralität hat der Verein epicenter.works gefunden, der für eine Studie mit Unterstützung der Arbeiterkammer die Angebote von 225 europäischen Mobilfunkern untersucht hat. Julia Gindl mit den Ergebnissen. 04:52
30.01 Lauschende Geräte 1) Wie Smartphones und Co. Umgebungsgeräusche deuten können Fast jeder unserer digitalen Diener besitzt ein Mikrofon - egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop. Damit können wir nicht nur mit den Geräten reden - ein Mikrofon lässt sich auch als Sensor für die Umgebung nutzen, indem es einfach zuhört und ein Programm die Geräuschkulisse deuten lässt. Klingt spooky, könnte aber auch hilfreich sein. Lukas Plank stellt das Konzept des amerikanischen Wissenschafters Gierad Laput von der Carnegie Mellon University vor. 2) Apple-Lauschangriff Wie leicht sich Mikrofone in Geräten anknipsen und als Spion nutzen lassen, hat jetzt Apple bewiesen. Durch einen Programmierfehler konnten Anrufer über Apples Facetime den Angerufenen schon belauschen, bevor der überhaupt abhob, wie am Montag bekannt wurde. Die Betroffenen merkten nichts davon. Apple hat für diese Woche eine Lösung für das Problem versprochen. 04:55
31.01 Neues Facebook-Foul 1) Illegale App zur Marktforschung Es klingt aufs Erste nach einem ehrlichen Datenhandel. Facebook zahlt jungen Nutzern 20 Dollar pro Monat, wenn sie eine App installieren, über die der Konzern alle Aktivitäten am Smartphone mitverfolgen kann. Durch dieses Programm namens Facebook Research konnte das Unternehmen Bilder ebenso einsehen wie Emails oder private Chats. Aber wieder einmal hat Facebook damit gegen Datenschutzregeln verstoßen. Das wusste der Datenhändler wohl auch, denn er hatte die App schon früher im Einsatz und hat sie nur umbenannt. Sarah Kriesche hat mit dem Sicherheitsexperten Will Strafach gesprochen, der die App für das Online-Technologie-Magazin TechCrunch unter die Lupe genommen hat. 2) Von like bis Goethe - Im Netz entsteht das größte deutsche Sprachlexikon In Deutschland entsteht in den nächsten Jahren das größte digitale Lexikon der deutschen Sprache. Es soll auch Modewörter wie nice oder like, aber auch den Wortschatz von Gebrauchsanweisungen oder Kiezdeutsch enthalten, wie Julia Gindl berichtet. 04:52
04.02 Stressfaktor Smartphone - Was Jugendliche darüber denken 500 neue Nachrichten über Nacht: gegen den Alltag vieler Teenager ist der Job eines Topmanagers schon fast entspannend. Über die Beziehung zwischen Jugendlichen und ihrem Smartphone, sind ja schon viele Bücher, Artikel und Radiominuten produziert worden. Jetzt liegt eine neue Studie vor, die 400 österreichische Jugendlichen zum Stressfaktor Smartphone befragt hat. Durchführt hat sie die EU-Initiative "Saferinternet.at". Anlass ist der morgige "Safer Internet Day", der einen sicheren Umgang mit digitalen Medien fördern will. 04:45
05.02 Ideen für die Stadt von morgen - Die Stadtplanerin Katja Schechtner Ob in Manila oder Wien: Eines haben alle Forschungsprojekte der österreichischen Architektin und Stadtplanerin Katja Schechtner gemeinsam. Privatautos bekommen in ihnen wenig Raum. Denn sie verstopfen Straßen, blockieren kostbaren Stadtboden und schleudern viel Dreck in die Luft. Im Mobilitätsmix der Zukunft setzt sie stattdessen neben konventionellem öffentlichen Verkehr auf Drohnen und Fahrräder- ob auf spezielle Rikschas in Asien oder Lastenfahrräder in Europa. Ihre Ideen entwickelt sie als Forscherin am MIT in Boston, außerdem berät sie die OECD in Paris. Julia Gindl hat sie in Wien getroffen. 04:51
06.02 Entspannen mit Robotern - China baut smarte Freizeitparks Zwischen Bäumen, künstlich angelegten Seen und malerischen Brücken verbirgt sich eine Art digitaler Vergnügungspark: im Pekinger Haidian Park werben Angebote spielerisch für das Thema Künstliche Intelligenz. Digitale Assistenten verstecken sich in Holz-Pavillons, Roboter saugen das Laub auf und virtuelle Tai-Chi Lehrer unterrichten auf dem Video-Screen. Jogger laufen auf intelligenten Fitness-Strecken, beobachtet von Kameras und Sensoren. Ab und zu überholt ein selbstfahrender Bus. Wie China seinen Bürgern neue Technologien schmackhaft machen will, hat sich Axel Dorloff angesehen. 04:46
07.02 Explosion im Weißen Haus - Medien im Visier von Hackern Im April 2013 übernehmen Angreifer kurzfristig den Twitteraccount der "Associated Press". Im Namen der Presseagentur verschicken die Angreifer die Meldung, im Weißen Haus wären zwei Bomben explodiert. Die Falschmeldung an die damals fast zwei Millionen Follower hatte mächtige Auswirkungen. Der US-Leitindex Dow Jones rutschte kurzzeitig in die Verlustzone. Ein Weckruf für die Medienindustrie. Denn gerade Journalistinnen und Journalisten stehen immer wieder im Fokus von Angreifern. Wie AP auf den Supergau reagiert hat, das hat der technische Leiter Vincent Trapodi der Nachrichtenagentur Sarah Kriesche erzählt. 04:48
11.02 Twitter zwischen Empörung und Anteilnahme 1) Studie zur Verbreitung von Informationen in sozialen Netzwerken Twitter und Facebook gelten als Empörungsmedien und als Schleuder für Falschinformationen. Ein Vorurteil? Zum Teil. Aber was zeichnet Kommunikation auf Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube tatsächlich aus? Wissenschafter an der Wirtschaftsuniversität Wien gehen dieser Frage in einem Forschungsprojekt nach. Im Zentrum stehen dabei Emotionen - und die Analyse vieler, vieler Nachrichten. Lukas Plank hat sich unter anderem erklären lassen, wie selbst Leute, die Falschnachrichten korrigieren wollen, zu deren Verbreitung beitragen können. 2) Abschlussverhandlungen zu EU-Urheberrechtsnovelle Die Reform zum EU-Urheberrecht geht in die Zielgerade. Letzte Woche haben sich die Mitgliedsstaaten auf einen Kompromissentwurf von Frankreich und Deutschland geeinigt. Er sieht vor, dass neue, kleine Internet-Plattformen KEINE Uploadfilter einrichten müssen. Rund um Artikel 13, der zur Vermeidung von Urheberrechtsverletzungen solche automatischen Inhaltskontrollen vorsieht, hatte es ja heftige Diskussionen gegeben. Der Verband der Internetserviceprovider ISPA warnt etwa vor solchen Uploadfiltern. Nun muss die Urheberrechtsreform noch den Trilog von Parlament, Kommission und Rat passieren. 04:44
12.02 Bargeldlos einkaufen im Flüchtlingslager Zaatari Zaatari im Norden Jordaniens gehört zu den größten Flüchtlingslagern der Welt. Und es entwickelt sich immer mehr zu einer Stadt - die zum Teil gar nicht unmodern und chaotisch ist. Einkaufen in Zaatari beispielsweise geht bargeldlos: Ein neues System des Welternährungsprogramms ermöglicht den Bewohnern, im Supermarkt allein mit dem Scannen ihrer Iris zu bezahlen. Die Flüchtlinge in Zaatari haben sich mit dem System angefreundet - auch, weil es Missbrauch erschwert, wie Anne Allmeling in ihrer Reportage zeigt. 04:49
13.02 Forschung in der Smart City Aspern In Aspern im Osten Wiens wird in großem Stil getestet, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte. Die Forschungskooperation "Aspern Smart City Research" (ASCR) will die Energiezukunft im urbanen Raum weiterentwickeln und das Energiesystem effizienter und klimafreundlicher machen. Dazu führt die Vereinigung seit 2013 mehrere Studien und Praxistests in einem Wohngebäude, einem Bildungscampus und einem Studentenheim durch. Gestern zog sie eine Zwischenbilanz. Lukas Plank berichtet, was die Kooperationspartner bisher über die smarte Versuchsstadt gelernt haben - und was sie in den nächsten Jahren erforschen wollen. 04:51
14.02 Eine Initiative für stadtverträglichen Tourismus Viele Städte leiden unter ihrer Beliebtheit bei Touristen - und unter AirBnb. Vor 10 Jahren startete das Unternehmen mit dem Versprechen, Reisen ressourcenschonend zu machen. Man wohnt bei Privatleuten und lernt so eine Stadt ganz anders kennen. Doch die Realität ist eine andere. Denn für Eigentürmer ist es lukrativer, ihre Wohnungen an Kurzzeitbesucher zu vermieten- oft am Fiskus vorbei. Viele Stadtregierungen stehen daher auf Kriegsfuß mit AirBnb. Eine neue Initiative will eine Alternative bieten. Sie heißt Fairbnb. Anna Masoner stellt sie vor und hat dafür mit einem der Gründer, Jonathan Reyes aus Valencia, gesprochen. 04:52
18.02 Computer-Krimi - Wie ein Student IT-Erpresser narrte Der Trick ist nicht schlecht. Ein Anrufer gibt sich als Microsoft-Mitarbeiter aus und behauptet, ihr Computer sei von Viren befallen. Per Fernwartung behebt er das Problem und verlangt eine Menge Geld dafür. 1000 Euro waren es im Fall einer Kärntnerin. Die Frau weigerte sich zu zahlen, daraufhin löschten die Betrüger die Daten auf dem PC. Vor zwei Woche gerieten die Kriminellen an den Falschen - der IT-Student kannte sich nämlich besser aus als die Anrufer und drehte den Spieß um. Den Computerkrimi erzählt Sarah Kriesche nach. 04:48
19.02 E-Mobile: Akku tauschen statt laden 1) China experimentiert mit halbautomatischem Batteriewechsel Etwa 30 Minuten dauert das Aufladen eines Elektroautos im günstigsten Fall, bei schwacher Stromversorgung kann es sich aber auch schon über mehrere Stunden ziehen. Deshalb wird immer wieder auch der Akkutausch diskutiert. In China gibt es bereits entsprechende Versuche. Fahrer von Elektroautos der Marke Nio können leere Akkus an halbautomatischen Wechsel-Stationen auswechseln lassen. Das Ganze dauert nur rund drei Minuten. Steffen Wurzel berichtet aus China. 2) Facebook schließt moldawische Fake News-Accounts Desinformationskampagnen machen auch vor Ländern wie der Republik Moldau nicht Halt. Das ehemalige Moldawien wählt am Sonntag ein neues Parlament. Facebook hat jetzt u.a. 168 Accounts mit mehr als 54.000 Followern geschlossen. Betrieben wurden sie zum Teil von moldawischen Beamten, wie Facebook bekannt gab. Auch die EU hat bereits im Vorjahr Befürchtungen geäußert, die Wahl in der Republik Moldau könne alles andere als fair verlaufen. Europa fürchtet allerdings auch selbst Fake News-Kampagnen vor der EU-Wahl im Mai. 04:52
20.02 Ein Frauenbild wie aus den 1950er-Jahren - Weibliche Selbstinszenierung auf YouTube und Instagram Junge Frauen beim Backen, Kochen, Nähen und beim Schminken in ihrem privaten Umfeld - so präsentieren sich Mädchen und junge Frauen oft und gerne in YouTube-Videos und auf Instagram. Das zeigt eine aktuelle Studie, für die 1.000 YouTube-Kanäle und 2.000 Videos untersucht sowie 14 YouTuberinnen befragt wurden. Die jungen Influencerinnen transportieren ein sehr antiquiertes Frauenbild, so das ernüchternde Fazit der Studie, die die MaLisa Stiftung der Schauspielerin Maria Furtwängler in Auftrag gegeben hat. Mehr von Julia Gindl. 04:50
21.02 Plattform "Digital Austria" - Die Digitalisierungs-Pläne der Regierung Gestern Abend hat die Bundesregierung vorgestellt, wie sie die Digitalisierung in Österreich vorantreiben will. Präsentiert hat sie die Pläne bei einer Kick off-Veranstaltung vor 800 Besucherinnen und Besuchern im Wiener Museumsquartier. So pompös der Auftakt inszeniert war, gibt es doch noch wenig Konkretes vorzuweisen. Franz Zeller berichtet von der Veranstaltung und ihren Eckpunkten. 04:51
25.02 Bildung mittels YouTube und Online-Vorlesungen - Digitales Lernen Theoretisch könnten digitale Medien den Alltag auf Universitäten, in Volkshochschulen und bei Weiterbildungen in Unternehmen stark verbessern. In der Praxis führt E-Learning aber immer noch ein Schattendasein. Welche Formen digitalen Lernens es gibt und wo es an der Umsetzung hapert, darüber haben vergangene Woche Expertinnen und Experten bei den "Digital Business Trends" von Austria Presse Agentur und styria digital one in Wien diskutiert. Details von Lukas Plank. 04:48
26.02 Die Online-Verschwörungstheoretiker QAnon - Wie extremistische Gruppen im Netz Meinung machen Stoppt die Online-Verschwörungstheoretiker, bevor sie demokratische Prozesse gefährden, appelliert Julia Ebner, Extremismusforscherin am Institute for Strategic Dialogue in London. Julia Ebner untersucht etwa, wie extremistische Gruppierungen Soziale Medien nutzen, um gezielt ihre Falschinformationen und Hasskampagnen zu verbreiten. Ebner war gestern Abend bei der Veranstaltungsreihe "Parlamentarischer Dialog - Digitalisierung und Demokratie" zu Gast, die die zweite Präsidentin des Nationalrats Doris Bures initiiert hat. Was uns im Netz vor den kommenden Europawahlen im Mai bevorstehen könnte und welche Rolle dabei ein amerikanisches Netzwerk spielt, hat die Forscherin Julia Gindl erzählt. 04:52
27.02 Zukunftsvisionen für intelligente Städte - Der Mobile World Congress 2019 in Barcelona Die Bevölkerung in vielen Städten wächst unaufhörlich. Um das Leben in den Cities künftig besser zu organisieren und angenehmer zu machen, werden digitale Technologien eine wichtige Rolle spielen. Der neue Mobilfunkstandard 5G und superschnelle 5G-Netze könnten Daten in Zukunft ohne Zeitverzögerung übertragen und künstliche Intelligenz könnte für mehr Effizienz sorgen. Auf dem diese Woche stattfindenden Mobile World Congress in Barcelona, der wichtigsten Veranstaltung der Mobilbranche, werden konkrete Lösungen dafür gezeigt. Christian Sachsinger hat sie sich angeschaut. 04:50
28.02 Happy Birthday, Emoji! 1) 20 Jahre Bildschriftzeichen Es gibt lachende, zwinkernde, Grimmassen schneidende und küssende gelbe Smileys, Kängurus, Flamenco-Tänzerinnen, Melanzani, Tintenfische und Affenköpfe - die Emojis, die kleinen bunten Bilder, die wir in Chats und Textnachrichten gerne mitschicken, feiern im Februar ihren 20. Geburtstag. Ende der 1990er Jahre kritzelte der japanische Designer Shigetaka Kurita mit Bleistift kleine Bilder aufs Papier, er arbeitete für einen Telekomanbieter an lustig Symbolbildern, die Teenagern das Schreiben von Textnachrichten damals schmackhafter machen sollten. Mittlerweile gibt es über 2800 Emojis. Mehr von Julia Gindl. 2) Das tanzende Tintenfisch-Emoji Das Verwenden von Emojis kann auch zu Missverständnissen führen, nicht nur weil verschiedene Betriebssysteme und Plattformen unterschiedliche Symbole anzeigen. Eine Glosse über Missverständnisse in der gehetzten Bilderwelt von Isabella Ferenci. 04:51
04.03 Große IT-Konzerne zur Kasse bitten - Pläne zur Digitalsteuer Firmen wie Google und Facebook können ganz anders Geschäfte machen als Unternehmen, die mit realen Gütern, etwa mit Autos handeln. Letztere brauchen eine Niederlassung in dem Land, in dem sie ihre Produkte verkaufen wollen. Deshalb zahlen sie dort auch Steuern. Nicht so die großen Digitalfirmen. Aus diesem Grund denken EU und OECD seit längerem über Digitalsteuern und über digitale Betriebsstätten nach, damit auch die Silicon Valley-Riesen ihre Gewinne nicht länger in Steuerhäfen verstecken können. Wie der Stand der Dinge ist, hat Franz Zeller in der Vorwoche bei einer Tagung zu "Digitalisierung und Besteuerung" an der Universität Salzburg erfahren. 04:51
05.03 Chat-Riese Whatsabook? - Facebook baut Markt- und Datenmacht aus Facebook plus WhatsApp-Messenger plus Fotodienst Instagram: Der IT-Gigant Facebook hat angekündigt, die Chat-Infrastrukturen seiner drei großen Dienste miteinander verknüpfen zu wollen - Whatsabook nennen Medien diese geplante riesige Chat-Plattform, die dem Datenhändler Facebook noch genauere Profile über seine NutzerInnen ermöglichen würde. Die Apps sollen eigenständig erhalten bleiben, Nutzerinnen und Nutzer sollen aber direkt zwischen den Diensten kommunizieren können. Die Verschmelzung der drei Plattformen hätte fatale Folgen, warnen Wettbewerbshüter, denn Facebooks Markt- und Datenmacht würde noch größer werden. Hintergründe von Julia Gindl. 04:55
06.03 Wiens offene Daten - Datenspaziergang durch die Hauptstadt Circa 700 Schulen gibt es in Wien und beeindruckende 989 Parkanlagen. Öffentliche Ladestellen für Elektro-Autos: 230. Spielplätze: 1.721! Diese Daten stellt die Stadt Wien online zur Verfügung. Vergangene Woche hat Wien bei den Open Data Days auf ihre Datenschätze hingewiesen und bei Datenspaziergängen in "echtes Leben" übersetzt. Schließlich bedeuten Parkanlagen und Spielplätze auch Lebensqualität. Lukas Plank war bei einem Datenspaziergang der Berufsschule für Verwaltungsberufe im 5. Bezirk dabei und hat dabei viel über Frauen und Wien erfahren. 04:51
07.03 Künstliche Intelligenz zählt Kalorien - Foto-App zeigt Nährwertinfos Wer sich vielleicht in der Fastenzeit ein Ziel gesetzt hat oder sich einfach als Unterstützung mit seiner Ernährung beschäftigt, der könnte sich für die App "Snics" interessieren. Ein Wiener Startup hat eine Smartphone-App entwickelt, die mit wenigen Klicks und über ein Foto der Mahlzeit ihre Komponenten und Nährwerte berechnet. Wie dieses Kalorienzählen per Handyklick im Alltag funktioniert, hat sich Sylvia Andrews angeschaut. 04:49
11.03 Eine Sache fürs Gericht? - Wofür wir auf Facebook & Co haften Muss ich eigentlich etwas unternehmen, wenn jemand auf meiner Facebook-Seite einen anderen beleidigt? Oder das Posting gar löschen? - Blogs, Internetforen und vor allem Social Media-Plattformen, allen voran Facebook, stehen immer häufiger im Zentrum von medienrechtlichen Auseinandersetzungen. Wofür wir auch vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden können, darüber haben vergangene Woche Expertinnen und Experten an der Wirtschaftsuniversität Wien diskutiert. Lukas Plank mit einem kleinen Leitfaden für den Social Media-Alltag. 04:44
12.03 Mehr Kontrolle für das Netz 1) Ruf nach mehr Kontrolle statt Heldenverehrung beim SXSW-Festival Der Silicion Dream ist aus. So hat Spiegel Online gestern anlässlich des Technologie-Festivals "South by Southwest" (SXSW) in Austin/ Texas getitelt. Früher wurden dort Leute wie Marc Zuckerberg oder Elon Musk als Helden gefeiert, jetzt rufen viele nach einer Regulierung ihrer Umtriebe, auch in den USA. Und das zum 30. Geburtstag des Internets. Aus Austin berichtet Torsten Teichmann vom South by Southwest-Festival. 2) Acht Porträts bedeutender europäischer Frauen in der Europeana Acht bedeutende Frauen holt das Online-Museum Europeana im März vor den Vorhang. In der Pionierinnen genannten Reihe stellt sie unter anderem die Physikerin und Chemikerin Marie Curie vor oder Madame de Stäel, eine Frauenrechtlerin an der Wende zum 19. Jahrhundert. Die Europeana zeigt aber auch bei uns unbekanntere Frauen wie Aletta Jacobs, die erste Frau, die sich in den Niederlanden einen Universitätsabschluss erkämpfte. Als Medizinerin setzte sie sich u.a. für Verhütungsmittel ein und erkannte schon früh, welchen Belästigungen Frauen am Arbeitsplatz ausgesetzt waren. Wegweisend war auch ihr Buch über den weiblichen Körper. Die beeindruckenden Lebensgeschichten von Aletta Jacobs und sieben weiteren Pionierinnen sind - illustriert mit Originaldokumenten - in der Europeana online und gratis nachzulesen. 04:52
13.03 Aufladen durch Berühren 1) Wie Reibungselektrizität die Smartphones von morgen mit Strom versorgen soll Es kann beim Küssen passieren, wenn Sie in einen Pullover schlüpfen oder die Autotür berühren: Sie elektrisieren sich. Der Grund ist Reibungselektrizität. Im Alltag nervt sie gewöhnlich. Aber man könnte sie auch nutzen - hat sich zumindest James Chen gedacht. Er will Akkus durch Reibung aufzuladen, etwa im Smartphone oder in der Smartwatch. Lukas Plank hat mit dem amerikanischen Wissenschafter über dessen Pläne gesprochen. 2) Spotify-Beschwerde gegen Apple vor EU-Wettbewerbsbehörde Spotify hat bei der EU eine Beschwerde gegen Apple eingereicht. Der schwedische Musikstreamingdienst wirft Apple vor, Konkurrenten in seinem Store schwer zu benachteiligen. So verlange Apple hohe Gebühren von Diensten wie Spotify, die dazu führen, dass Apple ähnliche Produkte weitaus billiger anbieten kann, wie Spotify gegenüber der EU-Wettbewerbsbehörde erklärt hat. 3) Führerschein für Robotik- und KI-Kenntnisse Nach Vorbild des Computerführerscheins hat die TU-Graz einen Führerschein für künstliche Intelligenz und Robotik initiiert. Mit seiner Hilfe sollen Absolventen Kenntnisse in diesen Zukunftsbereichen nachweisen können. Als erstes bildet die TU mit Partnern 60 Lehrerinnen und Lehrer aus, damit sie als Multiplikatoren an den Schulen für ein besseres Verständnis von Robotik, KI und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen sorgen. 04:52
14.03 Glasfaser mit Privatgeld - Wie sich 30 Gemeinden im Innviertel mit schnellen Datenleitungen versorgen wollen Viel war in den letzten Jahren von der Versorgung Österreichs mit schnellen Internetleitungen die Rede, passiert ist allerdings noch wenig. Österreich ist europaweit etwa Schlusslicht bei der Versorgung mit Glasfaserleitungen. 30 Gemeinden im Innviertel versorgen sich jetzt selbst mit Glasfaseranschlüssen, mithilfe eines 30 Millionen Euro-Kredits aus Hamburg. 20.000 Haushalte sollen im "Cybercity" genannten Projekt auf diese Art schnelle Datenleitungen erhalten. Die Bank verspricht sich davon hohe Gewinne, wie ihr Projektleiter, Steffen Leiwesmeier, Sarah Kriesche erzählt hat. 04:48
18.03 Coineater - Schutz vor Diebstahl von Rechnerleistung 1) FH St. Pölten entwickelt Programm gegen Cryptojacking Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum sind Stromfresser. Eine einzige Bitcoin-Transaktion braucht so viel Strom, wie ein niederländischer Haushalt in einem Monat, so die Berechnung eines Ökonomen. Und weil das Errechnen von Währungen so viel Strom und Rechenleistung kosten, infizieren findige Kriminelle Webseiten einfach mit Skripten, die dann den Computer der Besucher zum Schürfen von Kryptowährungen nutzen. Bei diesem "Cryptojacking" wird quasi die Rechenleistung einfacher Internetnutzer gestohlen. Die FH St. Pölten hat ein Werkzeug dagegen entwickelt. Es nennt sich "Coineater" und schützt vor dem Cryptojacking, wie Sarah Kriesche berichtet. Mit: Sebastian Schrittwieser/ FH St. Pölten. 2) Abzocke mit Online-Abos Wer Probleme mit Online-Bestellungen, Abonnements oder unseriösen Anbietern im Netz hat, der kann sich an den Internet-Ombudsmann wenden. Über 3.600 Beschwerden sind im Vorjahr bei der unabhängigen Schlichtungsstelle eingegangen, die Hälfte konnte erfolgreich abgeschlossen werden, berichtet Julia Gindl. 04:52
19.03 Terrorismus als Live-Game? 1) Direktübertragung und Radikalisierung im Netz Facebook, YouTube und Co haben versagt und zu langsam reagiert: Nach dem rechtsextremistischen Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch vergangene Woche wird viel Kritik an den großen Internet-Plattformen laut. Der Attentäter hatte seinen Massenmord via Helmkamera live auf Facebook übertragen. Kopien des brutalen Videos waren noch viele Stunden nach der Tat im Netz zu finden. Wir haben es hier mit einer neuen Form, mit einer Art Gamification des Terrorismus zu tun, sagt die Extremismusforscherin Julia Ebner vom Londoner Institute for Strategic Dialogue. Julia Gindl hat mit ihr gesprochen. 2) Amtswege per oesterreich.gv.at Auf der Plattform oesterreich.gv.at finden sich seit heute neue Möglichkeiten, Amtswege elektronisch zu erledigen. So kann man ohne Besuch am Meldeamt den Wohnsitz ummelden oder viele Ansuchen rund um die Geburt eines Kindes erledigen bzw. eine Checkliste erstellen, um keine Termine zu versäumen. oesterreich.gv.at vereint u.a. die Funktionen von help.gv.at, Unternehmensserviceportal oder Rechtsinformationssystem. Mit der App "Digitales Amt" gibt es die neuen Funktionen auch als App für Handy und Tablets. 04:52
20.03 Wikipedia geht offline 1) Protestaktion gegen EU-Urheberechtsreform Heute um Mitternacht geht die deutschsprachige Wikipedia offline - aus Protest gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform. Die 2,3 Millionen deutschsprachigen Artikel des Online-Lexikons werden 24 Stunden lang für Nutzerinnen und Nutzer nicht abrufbar sein. An normalen Tagen verzeichnet die deutsche Version der Online-Enzyklopädie 33 Millionen Zugriffe. Die Wikipedia-Community möchte mit dem Offline-Tag auf die umstrittenen Artikel 11 und 13 der geplanten Urheberrechtsreform aufmerksam machen, berichtet Julia Gindl. 2) Google präsentiert Gaming-Plattform Google steigt in das Streaming-Geschäft mit Videospielen ein. Das hat der Konzern gestern auf der Spieleentwicklerkonferenz GDC in San Francisco bekannt gegeben. Stadia heißt das Service, mit dem man in Zukunft über Server von Google zocken kann. Das Cloud-Gaming soll u.a. über den Chrome-Webbrowser nutzbar sein sowie über Tablets und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Das Unternehmen hat auch einen eigenen Controller dafür präsentiert. Allerdings braucht Googles Videospiel-Streaming eine schnelle Internetverbindung. 3) Unterhaltung mit Menschen netter als mit Robotern (NoNa-Studie) Es ist netter mit Menschen zu reden als mit Robotern. Das behaupten französische Forscher auf Basis von Magnetresonanzaufnahmen des Gehirns von Probanden. Dabei zeigte sich, dass eine Unterhaltung mit Menschen Gehirnteile anregt, die einerseits Belohnungseffekte hervorrufen, andererseits Oxytozin produzieren - Letzteres gilt als Bindungshormon. 04:52
21.03 Staus durch autonome Autos? 1) Wie selbstfahrende Wägen unsere Städte verstopfen könnten Auch wenn es viele nicht gern hören: die Elektromobilität und autonome Autos lösen möglicherweise Umweltprobleme, aber nicht unbedingt Probleme mit zu viel Verkehr. Das zeigen auch Simulationen eines Wissenschafters aus den USA. So märchenhaft es klingt, dass wir in der Stadt entspannt aus einem selbstfahrenden Auto steigen und den Wagen dann wieder wegschicken, damit er sich einen Parkplatz sucht, so gibt es doch auch Nebenwirkungen. Welche, das hat Lukas Plank in Erfahrung gebracht. 2) WhatsApp und YouTube bei Jugendlichen am beliebtesten Die mit Abstand beliebtesten Sozialen Netzwerke bei österreichischen Jugendlichen sind WhatsApp (83 % nutzen die Plattform), YouTube (78 %) und Instagram (71 %). Instagram konnte als einziges der großen Netzwerke in der Beliebtheit zulegen (+ 8%). Das zeigt der Jugend Internet-Monitor von saferinternet.at, für den 400 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren online befragt wurden. Auf Platz vier folgt die Foto-Sharing-App Snapchat (52 %). Das größte Soziale Netzwerk der Welt, Facebook, liegt wie 2018 auf dem fünften Platz. Nur 44 Prozent nutzen es in dieser Altersgruppe. 04:50
25.03 Wir müssen alle Journalisten werden 1) Bernhard Pörksen über Medienmündigkeit Medienkompetenz gilt als Allheilmittel gegen die hässliche Fratze unserer hyperaktiven Informationsgesellschaft: den Hass im Netz, die Manipulation durch Falschnachrichten und Troll-Armeen oder die Aushebelung der Privatsphäre. Was sich Pädagogen und Politikerinnen unter Medienkompetenz vorstellen, welche Kompetenz da genau an Schulen unterrichtet werden soll, bleibt allzu oft vage. Der deutsche Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen spricht daher lieber von Mündigkeit und Urteilsfähigkeit. Die zu vermitteln, sieht er nicht nur als Aufgabe von Schulen, sondern unterschiedlicher Kräfte der Gesellschaft. Anna Masoner hat am Rande des von Doris Bures initiierten Parlamentarischen Dialogs zu Digitalisierung und Demokratie mit Pörksen gesprochen. 2) Instagram blockiert Impfgegner Die Social Media-Plattform Instagram blockiert in Zukunft Beiträge von Impfgegnern. Damit will sie u.a. Falschmeldungen verhindern wie jene, wonach Impfen zu Autismus führe. 04:49
26.03 Uber testet wieder autonome Autos 1) 1 Jahr nach tödlichem Uber-Unfall Vor einem Jahr hatte der Unfall eines selbstfahrenden Autos erstmals schwerwiegende Konsequenzen. Im März 2018 erfasste ein Roboterwagen von Uber während einer nächtlichen Testfahrt in Arizona eine Frau, die bei dem Unfall ums Leben kam. Uber hat daraufhin seine Testfahrten eingestellt. Die technischen Herausforderungen sind für Uber&Co größer als erwartet, berichtet Nicole Markwald aus Los Angeles. 2) Pro Uploadfilter & pro Leistungsschutzrecht - EU-Parlament segnet umstrittene Urheberrechtsreform ab In Straßburg hat heute Mittag das EU-Parlament über die umstrittene Reform des Urheberrechts abgestimmt und den aktuellen Entwurf angenommen - mit 348 Stimmen dafür und 274 dagegen. Die Abänderungsanträge wurden nicht mehr zur Abstimmung zugelassen. Die Reform war bis zuletzt umstritten, am Samstag haben Hunderttausende in ganz Europa dagegen demonstriert. Mehr von Julia Gindl. 04:50
27.03 Neue Lerntechnologien 1) E-Learning-Leistungsschau in Graz In der Bildung spricht man längst nicht mehr nur vom Lernen, sondern auch von Lerntechnologien. So gehört E-Learning an Schulen, Universitäten oder in der Fortbildung mittlerweile zum Standard. Vor allem die Technische Universität Graz hat sich bei der Entwicklung neuer Lernwerkzeuge hervorgetan. Vergangene Woche wurden dort in einer Leistungsschau neue Konzepte und Prototypen der digitalen Wissensvermittlung präsentiert, wie Sylvia Andrews berichtet. 2) Flüge auf Online-Portalen oft teurer als im Reisebüro Online kaufen heißt nicht immer billiger kaufen. Zumindest nicht bei Flugtickets. Das berichtet das Magazin Konsument in seiner neuesten Ausgabe. Demnach waren auf Online-Portalen angebotene Flüge bis zu 38% teurer als im Reisebüro oder direkt bei der Airline. 04:51
28.03 Unsichtbare Etiketten - Eine Zaubertinte für Aufkleber Die kleinen Teile erinnern unwillkürlich an kindliche Experimente mit Geheimtinten: Physiker an der Technischen Universität Dresden haben eine neue Art von Etiketten entwickelt. Die sind zunächst unsichtbar, leuchten allerdings unter UV-Licht. Andererseits lassen sie sich mit Infrarot-Licht wieder "löschen" und können viele Male beschrieben werden. Wie das funktioniert und wo solche getarnten Etiketten Sinn machen könnten, hat Lukas Plank recherchiert. 04:52
01.04 Mehr digitale Amtswege möglich - oesterreich.gv.at Eine Million Stunden Amtszeit sollen Österreicherinnen und Österreicher pro Jahr durch eine neue Plattform für digitale Amtswege einsparen können. Über oesterreich.gv.at kann man online eine Wohnsitzänderung bekanntgeben, einen Wahlkartenantrag stellen oder die Geburtsurkunde für den Nachwuchs beantragen. Das digitale Amt vereint Informationen, die davor help.gv.at, ris.gv.at oder data.gv.at hießen. Sarah Kriesche war bei einem Hintergrundgespräch zum digitalen Amt, das seit etwas mehr als einer Woche "geöffnet" hat. 04:49
02.04 Bezahlt authentisch 1) Erfolgreich als Influencer Sie wirken authentisch, aber vielfach ist das nur Teil ihres Geschäftsmodells: Influencer holen sich so Abonnenten, die ihnen dann etwa via YouTube zusehen, wenn sie sich schminken oder kochen. Wie nebenbei wird dabei auch Werbung gemacht. Aber die Szene ist durchaus sehr bunt und nicht immer nur auf das große Geld aus. Wie bunt, zeigte vergangenes Wochenende die Konferenz BLOG.LAUT in Wien. Lukas Plank war dort und hat sich mit "Influencern" unterhalten. 2) Google+ wird heute eingestellt Nach acht Jahren wird Google+ heute für Privatpersonen eingestellt. Google hatte den Dienst als charmanteren Facebook-Konkurrenten gegründet, sich aber weitaus weniger darum gekümmert, damit Geschäfte zu machen. Nach einem Datenskandal im Herbst bleibt nur mehr die kommerzielle Variante von Google+ online. 04:52
03.04 Näher an den Bürgern 1) Wie Technologie die Verwaltung verbessert Neue Technologien ersetzen nicht nur Arbeitskräfte in Fabriken, sie können auch die öffentliche Verwaltung effizienter und bürgernäher machen oder dabei helfen, Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen. Der weltweite Markt für solche GovTech oder CivicTech-Anwendungen wird auf 400 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Spektrum reicht von Transparenzportalen bis hin zu Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten im Netz. Beim GovTech Pioneers-Event im Wiener Rathaus hatten gestern kleine Start-Ups Gelegenheit, ihre Ideen zu präsentieren, wie Ulla Ebner berichtet. 2) Wiener Zeitensprünge Wien gestern und heute, in alten Fotografien und modernen Ansichten, findet man auf der Seite zeitenspruenge.at. Das Projekt stellt anschaulich gegenüber, wie sich Häuser und Plätze oder die Stationen der Stadtbahn im Lauf der Geschichte verändert haben. 04:49
04.04 Blockchain-Labor Estland 1) Wie Daten fälschungssicher werden sollen Kann die Blockchain zu mehr Gesundheit auf der Welt beitragen? Unter anderem mit dieser Frage hat sich diese Woche der Blockchain Summit Austria in Wien beschäftigt. Der Begriff "Blockchain" ist mittlerweile zu einem richtigen Modewort geworden, als könnte man damit alle Probleme dieser Welt lösen. Dabei ist sie nur eine dezentrale, weitgehend fälschungssichere Datenbank. Ein Land, das intensiv mit der Blockchain experimentiert, ist Estland. Wie, berichtet Julia Gindl. 2) Wettbewerb für "tierische" Künstliche Intelligenz Im Juni findet erstmals ein Wettbewerb statt, in dem Algorithmen Probleme bewältigen müssen, die Tiere bereits gelöst haben. Folgerichtig heißt der Bewerb: Animal AI-Olympics, wie Technology Review berichtet. Welche Herausforderungen es sind, halten die Veranstalter geheim, sie werden aber normalerweise in Experimenten eingesetzt, die die kognitiven Fähigkeiten von Tieren testen. Üblicherweise brillieren komplexe Rechenprogramme bei Aufgaben mit klar definierten Regelwerken, wie Go und Schach. Aber sich etwa zu überlegen, wie man eine Frucht vom Baum holen kann, obwohl der Arm zu kurz ist, verlangt andere, höhere Fähigkeiten. 3) Google-Mitarbeiter protestieren gegen Google-KI-Ethikbeirat Google hat Probleme mit seinem Ethik-Beirat, der das Unternehmen bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz unterstützen soll. Mehr als 1000 Google-Mitarbeiter haben gegen die Zusammensetzung des Beirats protestiert, weil er von rechten Hardlinern dominiert wird, die etwa andere als heterosexuelle Beziehungen oder Immigranten ablehnen. 04:51
08.04 KI soll vertrauenswürdig und gerecht sein - EU-Ethik-Kodex für Künstliche Intelligenz Die ersten autonomen Maschinen, mit denen ein großer Teil der Gesellschaft zu tun haben wird, werden wohl selbstfahrende Autos sein - auch wenn es vielleicht noch ein Jahrzehnt dauern wird, bis sie auf die Straße kommen. Die Aussicht, dass Maschinen selbst Entscheidungen treffen, ist aber auch mit Ängsten verbunden. Nicht zuletzt deshalb hat die EU ein 50-köpfiges Gremium zusammengestellt, das ethische Leitlinien für die Entwicklung von Maschinen mit künstlicher Intelligenz erarbeitet hat. Morgen wird das Ergebnis in Brüssel präsentiert. Franz Zeller hat mit einem der Vertreter in der High Level Expert Group on Artificial Intelligence, mit dem Technikphilosophen Mark Coeckelbergh über die europäischen Ethikrichtlinien gesprochen. 04:47
09.04 Drohnen-Training 1) Wie die Titelverteidiger für die Europameisterschaft üben Drohnen-Europameister: das kann man diese Woche in Wien werden. In der Aula der Wissenschaften in Wien begannen gestern die Bewerbe. Die begleitende "European Conference of Educational Robotics" versucht die Robotik für die Aus- und Weiterbildung zu fördern. Neben Wettkämpfen für Wasser- und Land-Roboter gibt es auch Bewerbe für autonome Drohnen. Die Titelverteidiger, die 2018 auch Weltmeister wurden, kommen von der HTL Wiener Neustadt. Sarah Kriesche hat sie vergangene Woche bei den letzten Vorbereitungen begleitet. 2) China will Schürfen von Bitcoins verbieten China will das Schürfen von Kryptowährungen wie Bitcoin verbieten. Als Grund nennt die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission u.a., dass dabei Ressourcen verschwendet werden. Es geht der chinesischen Führung wohl aber auch darum, die Hoheit über den Geldmarkt zu bewahren. 04:47
10.04 Radikalisierung im Netz? - Online-Extremismus und -Prävention Welche Bedeutung das Internet bei Radikalisierungsprozessen hat - dieser Frage hat sich vergangene Woche eine Tagung des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie IRKS angenommen. Soviel vorweg: Eine reine Online-Radikalisierung gibt es nicht, so die Expertinnen, aber es gäbe auch keinen Fall von Extremismus, bei dem das Netz gar keine Rolle gespielt habe. Ein aktuelles Projekt des Forschungsverbundes X-Sonar, an dem auch das IRKS beteiligt ist, untersucht derzeit, wie soziale Medien für islamistisch-dschihadistische Radikalisierungsprozesse verwendet werden, berichtet Julia Gindl. 04:52
11.04 Mit Big Data die Franz. Revolution besser verstehen - Digitale Geschichtswissenschaft Big Data und die Französische Revolution - das passt auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen. Tatsächlich lässt sich mit Datenanalysen aber einiges über das historische Ereignis herausfinden. Zum Beispiel, wer damals die A,- B-, und C-Promis waren. Wie das geht, das hat sich Lukas Plank von der Historikerin Gudrun Gersmann von der Universität Köln erklären lassen. Sie hat vergangene Woche gemeinsam mit Hubertus Kohle von der Ludwig-Maximilians-Universität München auf Einladung der Universität Wien gezeigt, wie Big Data die Geschichts- und Kunstwissenschaft beeinflusst. 04:49
15.04 Digitale Ausweispflicht im Standard-Forum - Der Gesetzesentwurf in der Praxis Unter den Schlagworten "digitales Vermummungsverbot" und "digitale Ausweispflicht" wird seit letzter Woche heftig über einen Gesetzesentwurf der Bundesregierung diskutiert. Nutzerinnen und Nutzer von Online-Foren müssen demnach künftig Name und Adresse bei den Forenbetreibern angeben, sonst drohen den Plattformen hohe Strafen. Die Regierung behauptet, damit Hass im Netz bekämpfen zu wollen. Kritiker zweifeln an der Wirksamkeit, der technischen Umsetzung und sehen außerdem Grundrechte verletzt. Wie sich das geplante Gesetz auf das Forum des Online-Standard, eines der größten im deutschsprachigen Raum, auswirken würde, hat Julia Gindl nachgefragt. 04:49
16.04 Antike Gefäße digital vermessen - Virtuelle Werkzeuge für die Archäologie Forscherinnen und Forscher, die ausgestattet mit kleinen Schaufeln und Bürsten in Ausgrabungsstätten hantieren - wenn es um die Arbeit von Archäologinnen und Archäologen geht, denkt man vermutlich nicht sofort an digitale Werkzeuge. Mittlerweile kommen aber längst auch Computertechnologien zum Einsatz, etwa wenn es darum geht Kulturgüter zu analysieren und sie für die Nachwelt zugänglich zu machen. Wie eine neue digitale Methode dabei hilft, antike Keramikmalerei von Vasen oder Gefäßen abzubilden, hat sich Sylvia Andrews bei einem Workshop der Grazer Karl-Franzens-Universität zeigen lassen. 04:50
17.04 Künstlich, aber klingt wie Holz - Musikinstrumente aus dem 3D-Drucker Eine Ukulele, eine Trommel oder sogar ein Horn komplett aus Kunststoff: Diese Instrumente sind nicht als Kinderspielzeug gedacht, sondern für professionelle Musiker. Gebaut hat sie der Musiker und Instrumentenbauer Ricardo Simian aus Basel - besser gesagt gedruckt. Denn die Instrumente kommen aus professionellen 3D-Druckern. Das Faszinierende daran: klanglich sind sie kaum von Pendants aus Holz oder Metall zu unterscheiden. Damit kann er alte Klänge und Instrumente wiederbeleben, die heute fast ausgestorben sind. Eines davon, den Zink, hat er Anna Masoner letzte Woche bei der Karajan Music Tech-Konferenz in Salzburg gezeigt. 04:47
18.04 Mit Drohnen gegen Cholera - Flugroboter und künstliche Intelligenz in der Katastrophenhilfe Ende März hat der Zyklon Idai in Mosambik und Malawi ganze Landstriche verwüstet. Tausende Menschen kamen dabei ums Leben, zahlreiche wurden obdachlos. Bei den Hilfsmaßnahmen in Malawi setzt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF jetzt Drohnen ein, um sich ein genaues Bild der Zerstörungen zu machen. Bereits vor zwei Jahren hat UNICEF in Malawi einen Test-Korridor für Drohnen eingerichtet, wo Hilfsorganisationen, Firmen und Universitäten Drohnen erproben konnten. Jetzt wird bald der reguläre Betrieb aufgenommen. Ulla Ebner hat mit Michael Scheibenreif, dem Projektkoordinator von "Drohnen für Malawi" über neue Einsatzfelder für die unbemannten Fluggeräte gesprochen. 04:51
23.04 Kino für daheim 1) Der Video on Demand-Club Austria Seit über einem Jahr können Filmfans österreichische Filmproduktionen nicht nur im Kino oder über den Streaming-Dienst Flimmit sehen, sondern auch auf einer eigenen Online-Plattform der heimischen Kinos anschauen. "VOD-Club Austria" nennt sich das Angebot. Über diese Plattform der Kinos kann man um 4,90 Euro einen Film 48 Stunden lang ausleihen und streamen. Der "Video on Demand-Club Austria" ist eine Initiative von österreichischen Filmemacherinnen, Produzenten und Programmkinos. Wie der VOD-Club angenommen wird, berichtet Julia Gindl. 2) Netflix, Amazon Prime und die öffentlich-rechtlichen Mediatheken Zumindest bei den Jugendlichen punkten derzeit ganz andere Streaming-Plattformen: Dort ist Netflix klarer Spitzenreiter: Jeder dritte zwischen 18 und 34 Jahren nutzt die Plattform mindestens einmal pro Woche, wie die Yougov-Studie erhoben hat. Bei den über 35jährigen hatte Amazons Prime Service den größten Zuwachs, und ältere nutzen nach wie vor die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender am häufigsten, berichtet das Branchenmagazin Horizont. 3) Todes-Algorithmus für "Game of Thrones" Momentan läuft ja die letzte Staffel der legendären Fantasy-Serie Game of Thrones auf diversen Plattformen. Und da die Macher immer wieder Filmcharaktere sterben ließen, die die Zuseher lieber in der Serie gehabt hätten, glaubt jetzt ein Algorithmus voraussagen zu können, wer in Staffel 8 den Winter überlebt und wer dran glauben muss. Programmiert haben ihn Studenten der TU München. 04:52
24.04 Museum der Viren 1) Schadprogramme als Ausstellungsstücke "I love You!" Mails mit dieser verheißungsvollen Ankündigung erhielten im Jahr 2000 viele Computerbesitzer. Klickte man allerdings auf den Anhang, infizierte man sich mit einem Computervirus. Bis zu 10 Milliarden Dollar soll der Schaden weltweit ausgemacht haben. Nicht zuletzt, weil Gesetze gegen Computerkriminalität vielfach erst später eingeführt worden waren, wurde der mutmaßliche Verfasser freigesprochen. Die Schadsoftware selbst gilt mittlerweile als veraltet. Genauso wie FRODO, GIRLS, HATE oder SKYNET. Die Schadprogramme aus den 90ern haben ihren Weg aber in ein virtuelles Museum gefunden, das Malware Museum. Dort kann man sich gefahrlos ansehen, wie die Vorfahren moderner Viren, Würmer und Trojaner ihr Unwesen getrieben haben, berichtet Sarah Kriesche. 2) Parlamentarier wollen Auskunft zu Google-Standortdaten In den USA wollen führende Parlamentarier Auskunft von Google über eine Datenbank, die die Ortsangaben von Hunderten Millionen Mobilfunkgeräten speichert. Nach einem Bericht der New York Times soll die Datenbank Sensorvault Standortdaten zu jedem Nutzer von Android-Software auflisten, teilweise bis ins Jahr 2009 zurück. 04:52
25.04 Keine Hilfe: Psycho-Apps als Falle 1) Australisches Team hat digitale psychologische Hilfe untersucht Eine App will uns bei Depressionen helfen, eine Webseite möchte uns mit Meditationen Ängste nehmen: Psychologische Hilfe gibt es im Internet oder am Smartphone in den unterschiedlichen Ausführungen. Ein australisches Forscherteam hat sich die beliebtesten Angebote aus dem gesamten englischsprachigen Raum angesehen und festgestellt, dass diese vielfach ein grob falsches Bild von psychischen Erkrankungen vermitteln - mit unter Umständen schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen. Ruth Hutsteiner mit Details. 2) Gehölzdatenbank: Tag des Baumes Leichter Hilfe findet man, wenn man wissen will, welchen Baum man mit Blütezeit Mai an einem halbschattigen Platz pflanzen soll. Dafür gibt es nämlich die Gehölzdatenbank finba.at. Erstellt haben sie die Baumfreunde, die sich für die Erhaltung, Pflege und Pflanzung von Bäumen engagieren. Auf der Seite der Gehölzdatenbank kann man Bäume etwa nach Herkunft, Blütezeit, Standort und Ökologie suchen oder nach Namen und Wuchsform - und zwar nicht nur heute, am Tag des Baumes, sondern immer. 04:55
29.04 Maker Faire Wien. Vorschau - Das österr. Festival der Bastler und DIY-Szene Die Maker Faire ist ein Festival der Bastler und Designer, der Träumer und Technikverbesserer - kurzum von jenen, die Technologie selber gestalten wollen. Nach mittlerweile drei erfolgreichen Ausgaben hat sich die Ausstellung zu einem fixen Programmpunkt im digitalen Jahresablauf entwickelt. Auch heuer werden in den malerischen Ziegelstein-Fabrikhallen in der Metastadt in Stadlau wieder 250 Aussteller erwartet. Franz Zeller mit einer Vorschau. Mit: Roland Stelzer, Mitorganisator Maker Faire Vienna 04:47
30.04 Improvisieren mit einer Maschine 1) Der Jazzpianist Dan Tepfer. Zum Ö1-Jazz-Tag Wie würde Bach heute Musik machen, mit allen technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts? Diese Frage beschäftigt den US-amerikanischen Jazz-Pianisten Dan Tepfer. Vor kurzem legte er mit dem auch auf YouTube veröffentlichten Album "Natural Machines" eine mögliche Antwort vor. Mit dabei sind ein selbstspielendes Klavier und mehrere Algorithmen, die auf die Improvisationen des Jazz-Pianisten in Echtzeit antworten. Anna Masoner hat Dan Tepfer vor kurzem in Salzburg getroffen und gefragt, wie es sich anfühlt, mit einem Computer zu improvisieren. 2) Weniger Gewinn bei Google-Mutter Alphabet Die Google-Mutter Alphabet machte im letzten Quartal "nur" 6,7 Milliarden Dollar Gewinn - fast ein Drittel weniger als im Vorquartal. Schuld daran sind u.a. die 1,7 Milliarden Dollar Strafe, die die EU dem Konzern aufgebrummt hat. Grund dafür war, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat, um Konkurrenten von seinen Suchergebnissen auszuschließen. Außerdem sind die Erlöse zuletzt deutlich geringer gewachsen als in den letzten 3 Jahren. 04:52
02.05 "Die Zukunft ist privat!" - Facebooks Ankündigungen auf seiner Developer Konferenz "The Future Is Private", also "Die Zukunft ist Privatsache" - diese Ankündigung würde man auf's Erste wohl nicht unbedingt mit der Sozial Media Plattform Facebook assoziieren. Bei der dieswöchigen Facebook Developer-Konferenz im Kalifornischen San Jose prangte allerdings genau dieser Slogan im Hintergrund, während der Gründer und CEO von Facebook, Mark Zuckerberg, seine Eröffnungsrede hielt. Sarah Kriesche über die Kern-Inhalte des Talks und welche (vermeintlichen) Neuerungen Facebook plant. 04:52
06.05 1) YouTube braucht so viel Strom wie eine Großstadt DVDs ausleihen oder eine CD kaufen? Das tun heute nur noch vergleichsweise wenige. Vielmehr schaut man sich Filme und Serien im Internet an und streamt seine Lieblingsmusik über das Netz. Das verschlingt allerdings viel Energie. Laut einer heute veröffentlichten Studie braucht allein die Videoplattform YouTube allein pro Jahr so viel Strom wie Frankfurt. Dabei ist YouTube nur ein kleiner Teil des energieverschlingenden weltweiten Netzes. Wie man Plattformen wie diese relativ leicht klimafreundlicher machen könnte, darüber hat Ruth Hutsteiner mit einem der Studienautoren gesprochen. 2) EU-Plattform für verifizierte Wissenschaftsinfos Ein Teil der Energie des Internets fließt auch in Falschnachrichten. Nicht immer müssen es politische sein, manchmal betreffen Sie auch die Wissenschaft. Der Schweizer Wissenschafter Olivier Dessibourg nennt ein Beispiel aus dem Jahr 2008, als in Genf am CERN der Teilchenbeschleuniger eingeweiht wurde. Damals waren viele der Meinung, der Teilchenbeschleuniger würde lauter kleine schwarze Löcher erzeugen, die schließlich die Erde schlucken. Um gesicherte Wissenschaftsinformationen zu liefern, hat die EU das [https://sciencemediahub.eu/ | Science Media Hub] eingerichtet. Auf dieser Plattform finden Sie aktuelle, verifizierte Informationen zu populären Themen wie [https://sciencemediahub.eu/press-review/ | Bots, Künstliche Intelligenz, Ernährung oder Medizin.] 04:55
07.05 Fake News im indischen Wahlkampf Mit 200 Millionen Usern und Userinnen ist Indien der weltweit größte Markt für den Instant Messenger WhatsApp. Allerdings sorgte die indische WhatsApp-Nutzung in den vergangenen Jahren für Negativschlagzeilen. Über den Nachrichtendienst wurden immer wieder massiv Lügengeschichten verbreitet, zum Beispiel über angebliche Kindesentführer. Die Folge waren Lynchmorde an Unschuldigen. Derzeit wählt Indien ein neues Parlament. Und auch der Wahlkampf wird von Fake News dominiert, die über WhatsApp Verbreitung finden. Eine Gruppe indischer Datenjournalisten bemüht sich hier um Aufklärung. Ulla Ebner hat mit Prachi Salve, einer dieser Journalistinnen gesprochen. 04:48
08.05 Die re:publica 19 in Berlin Seit Montag trifft sich die Netzgemeinde in Berlin: dort findet gerade Europas größte Digital- und Gesellschaftskonferenz, die re:publica statt. Das Motto der 13. Ausgabe ist eine in Foren und Blogs geläufige Abkürzung:"tl; dr" für too long, didn`t read, also "zu lang, nicht gelesen", und es spricht damit beispielsweise an, dass große Debatten im Netz häufig mit verkürzten Inhalten und in rauem Ton geführt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung: Welche Rolle bei Mobilitätskonzepten Städte und Ideen aus dem Silicon Valley spielen, berichtet aus Berlin Julia Gindl. 04:52
09.05 Die Cyber Security Challenge Austria startet Wer sich im Feld der Cyber-Security ausprobieren will, der kann sich seit gestern für die österreichische Cyber Security Challenge bewerben. Den Bewerb für angehende Computersicherheitsspezialisten gibt es mittlerweile zum 8. Mal. Die TeilnehmerInnen müssen in einem ersten Schritt Online-Aufgaben lösen, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren und dann um den "Österreichischen Staatsmeister" oder mit dem Österreichischen Nationalteam um den Europatitel zu kämpfen. Neu ist ein Bewerb für Einsteiger. In der "Level 1"-Kategorie für Kinder und Schulen können sie, wie Sarah Kriesche berichtet, abseits der Wettkämpfe ein wenig Hacking-Luft schnuppern. 04:55
13.05 Grünere Städte, schlankere E-Mobile - Nachhaltige Projekte am Pioneers-Festival Proteinriegel aus Insektenmehl, künstliches Fleisch oder effiziente Solarzellen: das Pioneers-Festival für junge Gründerinnen und Gründer hat dieses Jahr viele Produkte und Ideen präsentiert, denen Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen ist. Am Donnerstag und Freitag der Vorwoche haben sich die Start-Ups in der Wiener Hofburg vorgestellt. Auch aus Österreich gibt es einige innovative Ideen, zum Beispiel zur Begrünung von Städten und zu - fast - neuen Transportmitteln, wie Isabella Ferenci berichtet. 04:51
14.05 Keine digitale Welt ohne analoge Basis - Digitale Mündigkeit braucht einen moralischen Kompass "Wie viel analoge Kompetenz benötigt die Digitalwirtschaft"? Diese Frage stellte sich in der vergangenen Woche das ISPA-Forum bei einer angeregten Podiumsdiskussion. Dort ging es weniger darum, dass etwa Programmierkenntnisse immer gefragter und wichtiger werden, sondern um sogenannte "soft skills". Damit gemeint sind u.a. Kommunikationsfähigkeit und ein moralischer Kompass, den man im analogen Leben etablieren muss, um in der digitalen Welt trittfest zu sein. Dann, so war man sich am Podium einig, klappe es auch mit Teams, Selbstorganisation, Startups und der Kontrolle über die Technik. Sarah Kriesche hat nachgefragt, wo es bei so vermeintlich selbstverständlichen Punkten in der digitalen Umsetzung hapert. 04:52
15.05 Der Kampf um Europa - Wie in der Wikipedia um die EU gestritten wird Was ist die Europäische Union? Ein Staatenbund oder ein Abkommen oder was sonst? So einfach scheint die Antwort gar nicht zu sein, nicht einmal, wenn man Wikipedia zurate zieht. Denn auch im Online-Lexikon gibt es Richtungsstreitigkeiten, werden Artikel zur EU ständig geändert oder Vorschläge angezweifelt. Über den digitalen Kampf um Europa berichtet Isabella Ferenci. 04:51
16.05 Dicke Luft messen - Umweltsensoren für die Handtasche Die vielleicht dicke Luft im Büro, die Luft auf der Laufstrecke im Park oder im Nichtraucherbereich des Lieblingslokals - an einem Umweltmessgerät zum Mitnehmen, das die Luftqualität mit speziellen Sensoren jederzeit analysieren kann, arbeitet derzeit ein Grazer Startup-Team. Wie das mobile Messgerät funktioniert, hat sich Sylvia Andrews bei den Grazer Linux-Tagen angeschaut. 04:52
20.05 Welcher Internet-Browser passt zu mir? - Firefox, Chromium, Opera und Co Eine Panne beim Internetbrowser Firefox Anfang Mai hatte dazu geführt, dass Nutzerinnen und Nutzer bestimmte installierte Erweiterungen nicht verwenden konnten. Der Fehler der Softwarehersteller hat dann auch die Diskussion aufgeworfen, welche Browser tatsächlich die Privatsphäre von Nutzerinnen und Nutzern im Internet schützen. Sarah Kriesche hat sich für Digital.Leben die unterschiedlichen Internetbrowser genauer angesehen. 04:52
21.05 Tiroler Feuerwehrdrohne - Wie das unbemannte Fluggerät bei Waldbränden hilft In Tirol hat die Feuerwehr seit einem Dreivierteljahr Verstärkung durch eine Spezial-Drohne. Das Gerät mit einem Durchmesser von knapp zwei Metern wurde bei komplizierten Einsätzen wie Waldbränden oder bei der Ortung von Stromleitungsschäden durch hohe Schneelasten bereits sehr erfolgreich eingesetzt. Elf ausgebildete Drohnenpiloten können das Einsatzgerät bedienen, das beim Bezirksfeuerwehrverband Kufstein stationiert ist. Der stellvertretende Kommandant, Andreas Oblasser, hat Sonja Prieth das Gerät bei einem Übungsflug gezeigt. 04:55
22.05 Ein Textroboter für die EU-Wahl - APA testet automatischen Redakteur für Gemeindeergebnisse Für die Berichterstattung zur Europawahl am Sonntag wagt die Austria Presse Agentur APA ein Experiment: Ein Textroboter soll erstmals automatisiert kurze Meldungen schreiben und so zusätzliche Informationen zu Wahlergebnissen aus österreichischen Gemeinden liefern. Der vom APA-Medialab entwickelte Prototyp namens Egon soll zeigen, welche Inhalte sinnvoll von einer Maschine erstellt werden können. Wie die Entwickler den Textroboter auf den Wahltag vorbereiten, berichtet Julia Gindl. 04:51
23.05 Wenn Alexa ein Eigenleben entwickelt - Wie smarte Geräte unsere Kommunikation verändern Früher beherrschten Radio und Fernsehen die Diskussionen auf Medientagen, jetzt sind es die smarten sprachgesteuerten Geräte. So auch auf den Medientagen Mitteldeutschland, die gestern in Leipzig zu Ende gingen. Dort fragte man sich, ob Smartphones und smarte Lautsprecher wie Amazons Alexa unsere Kommunikationsformen verändern. Guido Meyer hat in Leipzig gelernt: Auch bei smarten Devices immer schön freundlich bleiben. 04:52
27.05 Forschung als Erfüllungsgehilfin der Politik 1) Ein selbstkritischer Blick auf die Wissenschaft bei der ITA-Jahrestagung Oft bestimmt schon die Frage, welche Antworten überhaupt möglich sind. Das ist in der Wissenschaft nicht anders als im Alltag. Umso wichtiger ist es, Forschungsprogramme, die viel Geld bereit stellen, kritisch zu hinterfragen, nationale genauso wie jene der EU, die etwa massiv in Gehirnforschung investiert. Diesen selbstkritischen Blick auf die Wissenschaft hat sich auch das Institut für Technikfolgenabschätzung letzte Woche bei seiner Jahrestagung erlaubt. Im Mittelpunkt stand die sogenannte "missionsorientierte Forschung", wie Sarah Kriesche berichtet. 2) Das AEC als Kompass im Technologiedschungel - Ars Electronica Center eröffnet neu Orientierung bieten: das wollen die neuen Ausstellungen im Ars Electronica Center in Linz. Nach einem Umbau eröffnet das Center am 27. Mai um 19.00 Uhr unter dem Motto "Compass - Navigating the Future". Zu den neuen Highlights im Museum gehört auch eine Ausstellung, die den Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung von "Künstlicher Intelligenz" vermitteln will - am kommenden Donnerstag bei freiem Eintritt. 04:46
28.05 Datenmedizin für alle - Wie ein Forscher medizinische Algorithmen demokratisieren will Gedruckte Organe, ein Hologramm-Arztbesuch zu Hause oder gleich ein vollautomatisiertes Labor, das binnen Minuten Diagnosen stellt - die Medizin arbeitet mit vielen Zukunftsvisionen. Und die waren auch Thema der vorwöchigen Digitalisierungskonferenz Darwin's Circle Health in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien zugunsten des Zentrums für Präzisionsmedizin. Bei einem scheint man sich einig: Die Grundlagen der neuen Medizin von morgen sind Daten, Algorithmen, Software. Aber sie sollen nicht einigen wenigen großen Internetkonzernen vorbehalten sein, findet zumindest Bart de Witte , der Gründer von HIPPO AI, einer Stiftung für quelloffene künstliche Intelligenz in der Medizin. Isabella Ferenci hat mit ihm über Präzisionsmedizin für alle gesprochen. 04:52
29.05 Was Netflix über seine Seher/innen weiß - Der Streamingdienst schwimmt in einem Meer an Userdaten Alle Staffeln von "House of Cards", "Gossip Girl" und ein paar "Breaking Bad"-Folgen? Wer den Streamingdienst Netflix nutzt, dem muss klar sein, dass er nie alleine fernschaut. Netflix schaut immer mit. Der Streamingdienst weiß ganz genau, welche Serie wir wann wie oft gesehen haben, wann wir vor- und zurückspulen oder auf Stopp drücken. Julia Gindl sich angesehen, was Unternehmen wie Netflix über uns Nutzerinnen und Nutzer speichern. Herausfinden lässt sich das durch das Recht auf Datenauskunft. Der Anlass: ein Jahr Datenschutzgrundverordnung, die Ende Mai 2018 in Kraft trat. 04:49
03.06 1) Der Roboter als Erntehelfer - Oder wie schwer es ist, automatisch Paprika zu pflücken Ganz entgegen allen Versprechungen nehmen uns Roboter noch immer nicht alle unangenehmen Arbeiten ab. Noch immer müssen Menschen für wenig Geld, bei Affenhitze und unter Verrenkungen, auf Feldern Gurken oder Paprika ernten. Für viele Jobs in der Landwirtschaft sind Roboter noch zu dumm und zu ungeschickt. Doch es gibt bereits etliche Versuche, Roboter als Erntehelfer einzusetzen. Zum Beispiel an der Universität Wageningen in den Niederlanden. Dort wird derzeit ein Roboter entwickelt, der Paprika ernten soll. Anna Masoner hat ihn gesehen. 2) Mondstaub für 3D-Drucker Raumfahrtorganisationen und Firmen wollen den Mond nicht nur weiter erkunden, sondern ihn auch besiedeln. Aber jedes Kilogramm, das aus der Erdanziehung in den Weltraum transportiert werden muss, kostet rund 700.000 Euro. Das Laser Zentrum Hannover und die Uni Braunschweig entwickeln deshalb jetzt einen Laser, der Mondstaub schmelzen kann. Das Mondgestein soll dann als Baumaterial etwa für einen 3D-Drucker dienen. Der Laser selber wird nur 3kg schwer sein. 3) Rap the Moon Im Juli jährt sich die Mondlandung von Apollo 11 zum 50. Mal. Für den zugehörigen Ö1-Rap und Slam-Contest sucht Ö1 noch Teilnehmer. Wenn Sie sich als Performance-Poet oder Poetin bewerben wollen: Rap the Moon ist die richtige Adresse. 04:52
04.06 Männliche Wikipedia - #WikiGap möchte die Gender-Kluft in der Online-Enzyklopädie schließen Die Wikipedia ist männlich. 90 Prozent der Autor/innen sind Männer, und auch die Artikel selber sind dreimal häufiger Männern als Frauen gewidmet. Das für seine fortschrittliche Gesellschaftspolitik bekannte Schweden hat über sein Außenministerium deshalb in Zusammenarbeit mit Wikimedia ein Programm aufgelegt, das diese Kluft schließen möchte. Seit dem Weltfrauentag, dem 8. März, veranstalten die Partnerinnen unter dem Schlagwort #WikiGap sogenannte Edit-a-thons, in dem Autorinnen unter anderem lernen, wie sie Artikel verfassen. Vor kurzem hat die Schwedische Botschaft in Wien so einen Edit-a-thon veranstaltet. Franz Zeller war dabei. 04:51
05.06 TikTok - Welterfolg aus China - Wie eine Video-App den Globus erobert Alle kommen sie aus den USA, die Internetgiganten, von Amazon über Facebook bis zu Twitter und Google. Die Dominanz der USA im High Tech-Bereich ist aber nicht auf alle Ewigkeit garantiert. Daran erinnert jetzt der Erfolg einer chinesischen App, die innerhalb kürzester Zeit hunderte Millionen Kunden gewinnen konnte. Eltern von Kindern im Pflichtschulalter kennen sie vielleicht: TikTok - eine einfache Video-App mit hohem Suchtfaktor - und der erste weltweite Erfolg im Internet aus China. Aus Peking berichtet unser China-Korrespondent Josef Dollinger. 04:52
06.06 Hören in Multi-Dimensionen - Neues Klangerlebnis durch 8D-Audio Ein acht-dimensionales Hörerlebnis: das verspricht 8D-Audio. Es ist so, als stünde man bei einem Konzert mitten auf der Bühne, obwohl man zuhause auf dem Sofa lümmelt. Bekannte Popsongs werden nun neu abgemischt, sodass sie räumlicher klingen als das Original. Da kreist dann die Stimme der Sängerin um den Kopf oder kommt von oben, von unten, aus der Ferne oder ist ganz nah. Zu hören sind die Effekte nur über den Kopfhörer. Anna Masoner hat sich angesehen, was hinter dem 8D-Hype steckt. 04:52
11.06 Hilfe und Handicap - Unterstützende Technologien im Senior/innen-Alltag Auch im Alter wollen viele Menschen solange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Entsprechend groß ist der Markt an technischen Hilfsmitteln, um die Senior/innen dabei zu unterstützen. Aber was davon hilft wirklich? Dieser Frage hat sich eine Forschertruppe rund um das Grazer Institut Joanneum Research gewidmet. Ein Jahr lang hat das Team aus Wissenschaft, Technik und Pflege einer Senior/innen-Testgruppe bei der Nutzung von unterstützenden Technologien über die Schulter geblickt. Von den Studienergebnissen berichtet Sylvia Andrews. 04:44
12.06 Wenn Computer dichten 1) Code Poetry Slam mit Mensch und Maschine Computersprache mit Poesie verbinden: das ist die Aufgabe beim "Code Poetry Slam". Gestern fand diese Verbindung von Programmieren und Dichten zum vierten Mal im Virtual Reality Café "Vrei" in Wien statt. Neben den vor einer Publikumsjury auftretenden Poetinnen und Poeten gab es Kurzfilme, Performances und als besondere Attraktion einen Bot, der zu jedem Anlass in Windeseile Gedichte verfassen kann. Die Poesiemaschine hat auf Instagramm mittlerweile mehr Follower als sein Erschaffer, wie Sarah Kriesche erfahren hat. 2) "Makers for Space" in Rome Europas größte Makerfaire, die Makerfaire Rom, versucht auch heuer wieder, die Do It Yourself-Szene für Raumfahrtprojekte zu gewinnen. Unter dem Motto "Makers for Space" hat sie 40.000 Euro für die besten internationalen Ideen ausgeschrieben. Im Vorjahr waren auf der Makerfaire Rom zum Beispiel Mini-Satelliten zu sehen, die um wenige Geld von Schulen gebaut werden können. 04:50
13.06 Großes Interesse an Nachrichten, sinkendes Vertrauen - Reuters Digital News Report 2019 In Österreich interessieren sich viele Menschen für Nachrichten, aber gleichzeitig sinkt das allgemeine Vertrauen in die Medien - das ist eines der Ergebnisse des Reuters Digital News Report 2019, der größten laufenden Untersuchung zum globalen Medienkonsum. Das Reuters-Institut der Universität Oxford hat für die Studie mehr als 75.000 Menschen ab 18 Jahren online befragt. Julia Gindl hat sich die Österreich-Details angeschaut. 04:55
17.06 Intelligente Fußgängerampeln in Wien - Kamera und Computer steuern Grünphasen Wer in Wien eine Straße überqueren will, kann bei rund 200 Fußgängerampeln per Knopfdruck den Verkehr stoppen. Sicher und wichtig für Fußgängerinnen, lästig für Autofahrer. Der Verkehrsfluss kommt ins Stocken und oft warten Fußgänger das Grünsignal gar nicht ab, bevor sie über die Straße gehen. Das soll sich bald ändern: ein Kamerasystem soll künftig selbstständig die Grünphase einleiten, wenn eine Person die Straße überqueren will. Wie diese denkenden Fußgängerampeln funktionieren, hat Sylvia Andrews von den Entwicklern am Institut für Maschinelles Sehen und Darstellen der Technischen Universität Graz erfahren. 04:52
18.06 Hey Siri, gib Kontra! - Sprachassistenzsysteme verstärken Geschlechter-Klischees Alexa, Siri oder Cortana: Intelligente Sprachassistenzsysteme antworten uns seit Anfang an mit Frauenstimmen. Mittlerweile können einige auch mit Männerstimme sprechen, doch auf den Geräten voreingestellt ist immer noch die weibliche Variante. Das ist ein Problem, sagt die UNO in einem aktuellen Bericht, denn Sprachassistenzsysteme geben sich nämlich auch hilfsbereit, geduldig und unterwürfig. Und diese Eigenschaften hauptsächlich mit Weiblichkeit in Verbindung zu bringen, kann gesellschaftliche Auswirkungen haben, berichtet Juliane Nagiller. 04:45
19.06 KI kämpft für Menschenrechte - Künstliche Intelligenz analysiert Bilder aus Krisengebieten In Krisengebieten wie Syrien und Jemen kommt es immer wieder zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Das dokumentieren auch tausende Videos und Fotos von Passantinnen und Passanten auf den Straßen. Das komplette Bildmaterial zu durchsuchen ist beinahe unmöglich, deshalb rüsten Organisationen wie Amnesty International oder Syrian Archive immer mehr mit Künstlicher Intelligenz auf, um schneller Menschenrechtsverletzungen aufdecken zu können. Eine App ist etwa VFrame, Ruth Hutsteiner hat mit dem Entwickler darüber gesprochen. 04:52
24.06 Schwimmender Plastiksauger - Das Product Innovation Project der TU Graz Ein schwimmender Sauger für Plastikmüll auf dem Meer: das ist eine von vielen Ideen, die Studierende beim "Product Innovation Project" an der Technischen Universität Graz umsetzen. Das Institut für Innovation und Industriemanagement will mit diesem Kurs die Welt einfach lebenswerter machen. Die innovativsten Projekte haben die Studierendententeams vor kurzem beim "Innovation Festival" auf dem Gelände der TU Graz präsentiert. Sylvia Andrews war dabei. 04:50
25.06 Amazon-Feiertag und Steuernachlass 1) Tech-Unternehmen als fragwürdige Stadtentwickler Das vom Silicon Valley eine Autostunde entfernte San Francisco ist mittlerweile eine der teuersten Metropolen in den USA: Für eine Ein-Zimmer-Wohnung zahlt man dort im Schnitt 3.000 Dollar. Viele Menschen leben auf der Straße oder in ihren Autos. 2017 hat der Online-Versandriese Amazon in den USA einen neuen Standort gesucht. 200 Städte haben sich mit bizarren Aktionen um den Amazon-Firmensitz beworben. Wie große Technologiefirmen ganze Regionen verändern, wenn sie sich dort niederlassen, berichtet Julia Gindl. 2) Geld zurück für Amazon Prime-Kunden Unter Umständen können Sie von Amazon Geld zurückbekommen, wenn Sie nämlich in den Jahren 2017 und 2018 Amazon Prime-Kunde waren. Die Arbeiterkammer hat Amazon wegen einer rechtswidrigen Preiserhöhung verklagt und Recht bekommen. Über den gut versteckten Amazon-Kundenservice können Prime-Kunden bis zu 40 Euro zurückfordern. 04:52
26.06 Urlaub mit smarten Assistenten - "Maschinenlesbarer" Tourismus Schon jetzt verlassen wir uns im Urlaub gerne auf digitale Hilfen - wir buchen ein Zimmer über Vermittlungs-Plattformen oder schauen uns bei Restaurants die Online-Bewertungen an. Zukünftig könnte die digitale Unterstützung noch weiter gehen. Smarte Assistenten werden dann zu persönlichen Urlaubsguides. Sie schlagen uns Urlaubsziele vor, checken für uns ein oder kaufen Tickets. Wie sich die - Schweizer - Tourismusindustrie das vorstellt, berichtet Juliane Nagiller. 04:52
27.06 Die Asteroiden haben Feiertag - International Asteroid-Day am 30. Juni Auch Asteroiden haben Feiertage. Und so gibt es am kommenden Sonntag den internationalen Asteroiden-Tag. Hollywood hat das Thema schon lange im cineastischen Repertoire und einen riesigen Gesteinsbrocken auf die Erde zurasen lassen. Aber auch ESA und NASA beschäftigen sich mit Asteroiden. 2022 bricht die gemeinsame Mission "Hera" zu einem ganz kleinen Doppel-Asteroiden auf. Und dies mit österreichischer Beteiligung. Die Forschungseinrichtung VRVIS, die auf 3-D-Visualisierung und Virtual Reality spezialisiert ist, hat eine Software entwickelt, um Aufnahmen aus dem Weltraum in 3-D-Modelle umzuwandeln, zuletzt jene vom Mars, wie Sarah Kriesche berichtet. 04:52
01.07 Der Mann, der aus dem Internet verschwand - Warum sich Kickstarter-Gründer Yancey Strickler aus den Social Media zurückzog Plötzlich schien Yancey Strickler aus dem Internet verschwunden, jener Mann, der die Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" gegründet hatte. Keine Facebook-Posts mehr, keine Blogeinträge oder Tweets, etwa um sich an Diskussionen zu beteiligen oder Projekte zu bewerben. Seine Beweggründe für den Rückzug veröffentlichte er ganz altmodisch auf einer kleinen Mailingliste - und sie trafen den Nerv der Zeit. Warum Strickler den sozialen Medien den Rücken kehrte, hat er Sarah Kriesche erzählt. 04:48
02.07 Fußballtraining mit KI - Wie Rechenkraft das Spiel am Rasen optimieren will Ein Teamsport wie Fußball besteht aus vielen, komplexen Abläufen. Das merkt man meist erst, wenn das Spiel so gar nicht funktioniert. Ein Jungunternehmen aus Österreich will jetzt mit einer App den entscheidenden Trainingsvorteil für Fußballklubs herauskitzeln - natürlich darf dabei das Schlagwort "Künstliche Intelligenz" nicht fehlen. Nicht nur die Muskelkraft, auch die Rechenkraft der Teams wird in Zukunft die Fußballmeister mitbestimmen, sind die Entwickler überzeugt. Wie das gehen soll, berichtet Isabella Ferenci. 04:47
03.07 Operieren Roboter besser? 1) Studie zum Automateneinsatz im Operationssaal Roboter stehen mittlerweile auch im Operationssaal. Müssen Organe wie die Prostata oder die Speiseröhre wegen eines Tumors entfernt werden, kommen heute in manchen Spitälern Roboter zum Einsatz. Dabei ist gar nicht klar, ob die Automaten besser sind als die Hände der Chirurgen. Eine aktuelle Studie des Ludwig Boltzmann-Instituts für Health Technology Assessment bezweifelt das. Ruth Hutsteiner fasst zusammen. 2) "Wien Token" für klimafreundliches Verhalten Mit einem "Wien Token" will die Bundeshauptstadt in Zukunft dazu anregen, CO2-Emissionen zu reduzieren. Über eine App können die Teilnehmerinnen Gutschriften schürfen und das elektronische Geld dann in Kultureinrichtungen einlösen. Das Blockchain-basierte Programm zählt etwa, wie viele Wege jemand klimaschonend zu Fuß zurücklegt. Der Wien Token soll im kommenden Jahr getestet werden. 04:54
04.07 Wer sind die Fake News-Schleudern? 1) Nicht die Maschinen sind verantwortlich, sondern der Mensch Sind es vorwiegend Menschen oder sind es Maschinen, die Falschnachrichten verbreiten? Forscher neigen mittlerweile dazu, die Bots nicht mehr so stark für die Fake News-Flut im Netz verantwortlich zu machen wie noch vor zwei Jahren. Tatsache ist: Erfundene und falsche Nachrichten verbreiten sich etwa auf Twitter schneller als echte Nachrichten. Das haben Forscher des MIT in Boston vor kurzem in der Studie "The Spread of True and False News" gezeigt, für die sie 4,5 Millionen Tweets zwischen 2006 und 2017 analysiert haben. Julia Gindl berichtet. 2) EuGH: Sender mit Hassbotschaften dürfen hinter Bezahlschranke verbannt werden Ein zumindest diskussionswürdiges Urteil zum Thema Hassbotschaften im Fernsehen hat jetzt der Europäische Gerichtshof in Luxemburg bestätigt. EU-Staaten dürfen Sender mit Hassbotschaften ins Bezahlfernsehen verbannen. Ausgangspunkt war ein entsprechendes Urteil Litauens. Ein russischsprachiger Sender hatte dort zu Feindseligkeit und Hass aufgestachelt und Falschinformationen verbreitet. Litauen hatte das Programm daraufhin hinter eine Bezahlschranke verwiesen. Der EuGH hat die Vorgangsweise jetzt bestätigt. Als wären Lügen hinter einer Bezahlschranke keine Lügen mehr. 04:50
08.07 Blockchain für den Energiemarkt - Wien Energie testet Strom-Sharing Erneuerbar, dezentral und digitalisiert: So wird der Strommarkt der Zukunft aussehen - zumindest wenn es nach der Vision der Stromerzeuger geht. In diesem neuen Strommarkt sind wir nicht mehr nur Konsumentinnen und Konsumenten, sondern sogenannte "Prosumer" - wir erzeugen also selbst Strom und speisen diesen dann in das Netz ein. Wie man diese Vision technisch umsetzen kann, damit experimentiert derzeit die Wien Energie, wie Juliane Nagiller berichtet. 04:48
09.07 Vom Hype zur Blase? - Das Nischenprodukt Podcast wird massentauglich Wer in der Medienbranche mithalten will, der kommt um Podcasts derzeit nicht herum. Radiosender machen sie, Zeitungen und auch Privatleute. Im Trend liegt all das, was individuell nutzbar und allzeit abrufbar ist - und da kommen Nutzerinnen und Nutzern Podcasts gerade recht. Der Markt boomt und längst taucht die Frage auf: Wer soll das alles hören? Die Herausforderung besteht auch darin, zu erkennen, wenn ein Trend umschlägt und der Höhepunkt überschritten ist. Ob womöglich eine Übersättigung droht und wir uns mittendrin in einer Podcast-Blase befinden - dieser Frage ist Guido Meyer nachgegangen. 04:52
10.07 Achtung, Smartphone-Zombie! - Studie zu Handy-Unfällen im Alltag Die Smombies sind unter uns und sie erobern die Straßen. Sie wandeln wie ferngesteuert über die Gehsteige während sie auf ihr Smartphone starren, weil sie Nachrichten tippen, Artikel lesen, sich durch das Internet klicken oder spielen. Das Wort Smombie ist eine Kombination aus Smartphone und Zombie. Was im Gehirn vor sich geht, wenn wir wischend und tippend durch die Gegend spazieren und warum es dadurch zu Unfällen im Straßenverkehr kommt, untersucht aktuell ein Forschungsteam in Kanada. Ruth Hutsteiner weiß mehr über die ersten Ergebnisse. 04:52
11.07 Schwimmbad als handyfreie Zone? - Regeln für Fotos im Freibad Das Schwimmbad als handyfreie Zone - die Forderung sächsischer Datenschützer in Schwimmbädern ein Smartphone-Verbot einzuführen, hat in den Sommerferien der letzten Jahre für viel Diskussion gesorgt. Andere Badegäste ohne deren Erlaubnis zu fotografieren und das Bild dann ins Internet, in Soziale Medien zu stellen, sei ein Eingriff in die Privatsphäre, argumentierten die Datenschützer. Worauf man beim Fotografieren im Sommer achten sollte, hat sich Julia Gindl angeschaut. 04:50

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