zoomMeine gesamte Ausrüstung bestand aus einem Vibroplex Original Deluxe in meiner Reisetasche. Anfang Dezember 1970 traf ich Wolfgang Renner, erwarb die Mitgliedschaft im Camel Drivers Radio Club, CDRC und erhielt das Rufzeichen YA1REG zugeteilt. Mit Wolfgang war ich vorbereitend schon aus New Delhi in Funkverbrindung gestanden. Als er mich in Kabul abholte, war alles schon fix und fertig für mich bereit.
Während unseres Zwischenaufenthalts machten wir auch einen Abstecher nach Nepal, wo ich Father Moran, 9N1MM, traf und während eines SSB-Contests an seiner Station arbeiten durfte. - Meine Frau und ich reisten auch nach Sikkim. Man erhielt nur ein Besuchervisum mit dreitätiger Gültigkeitsdauer, und es kostete uns sechs Wochen, es zu bekommen. War man einmal eingereist, konnte man um einer Verlängerung um weitere drei Tage ansuchen. Leider gab es nur sehr einschränkte Reisemöglichkeiten, die wenig Spielraum ließen, und der Einladungsbrief des Königs, Namu, AC3PT, traf erst unmittelbar nach unserer Abreise ein, also zu spät. Daher dauerte es fünf Tage, bis wir Namu und seine Frau besuchen konnten und er uns seine Funkstation zeigte. Ausgerechnet da untererbrach uns ein Mitarbeiter mit der Meldung, es seien einige Funktionäre eingetroffen, die der König sofort empfangen müsse. Einen Tag später verließen wir Sikkim unverrichteter Dinge.
Im Laufe der eineinhalb Jahre, die wir in Asien vebrachten, besaß ich zwar eine eigene Station in Brunei, nutzte sie aber nie, weil sich mir eine bessere Gelegenheit bot: eine Reservestation der Polizei mit einer Collins-Linie und einer Quadantenne. Mein eigenes Rufzeichen war VS5RG, ich war aber auch Gastoperator bei VS6BE, CR9AK, 9V1QE, HS0ISB, 9N1MM (mit eigener QSL!) und EP2BQ. Wir besuchten auch einmal AP2AD und blieben einige Tage in seinem Haus, aber damals gab es für Pakistan keine Gastlizenzen. Zwei wunderbare Wochen verbrachten wir mit EP2BQ und seiner Frau, abwechselns mit Ausflügen und an der Funkstation.
Als wir im Sommer 1971 nach Europa zurückgekehrt waren, arbeitete ich erst bei der ITU in Genf an 4U1ITU. Dann lebten wir ein paar Monate in England, wo ich einen Transceiver kaufte und mich als G4AIY meldete. Auch reisten wir nach Skandivanien und Russland. Ich traf unter anderem SM4SB, und für drei Wochen waren wir Gäste von OH2NB, wo ich als VE7IG/OH2 arbeitete. In Leningrad wurden wir von UA1CK zu einer exzellenten Party eingeladen, bei der viel Wodka floss. Wir blieben ein paar Tage und Vlad führte uns am Sonntag durch die Museen. Vlad war ein alter Freund, wir kannten einander von vielen Funkverbindungen aus meiner Zeit als VE8RG (Foto letztes Bild).
Viele Jahre zuvor, 1963, war ich PJ5MF in Sint Maarten. Und als ich aus Anguilla funkte, vermittelte die Sendeerlaubnis der Comptroller of the British West Indies, den ich glücklicherweise auf den British Virgin Islands kennengelernt hatte. Die ausstellende Behörde ließ ihn wissen, dass noch nie jemand um eine solche Lizenz angesucht hatte - ich war also offenbar der erste legale Funkamateur in Anguilla. (Foto vorletztes Bild)
(E-Mails, Januar, 2011, Fotos: Reg Beck, QSLs: Dokumentationsarchiv Funk/QSL Collection)



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